Politik | 26.04.2021

SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat

Wohnungsbau in Koblenz – Zügige Grundstücksentwicklung nötig

Detlev Pilger.Fotos: SPD Koblenz

Koblenz. Der Blick über den Sportplatz an der Steinstraße im Rauental wirkt gerade an grauen Märztagen etwas trostlos.

Fußball wird hier schon länger nicht mehr gespielt, bereits 2016 wurde der Platz von einer regelmäßigen Sport- und Vereinsnutzung freigestellt. „Seit dieser Zeit bemühen wir uns, dass auf diesem Gelände bezahlbarer Wohnraum entsteht“, führt die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann aus.

Im Sommer 2019 wurde dann endlich die Aufstellung zum Bebauungsplan Nr. 322 ‚Quartier im Rauental zwischen Steinstraße und Blücherstraße‘ beschlossen. „Passiert ist seit dem Aufstellungsbeschluss leider wenig“, meint der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Koblenzer Sozialdemokraten, Detlev Pilger.

„Es gibt zwar verschiedene Überlegungen und Pläne für das Areal, aber es wird nun endlich Zeit, dass hier Wohnraum entsteht, den sich alle leisten können!“

Die Zahlen sind in der Tat alarmierend. Dies zeigte eine Unterrichtungsvorlage der Verwaltung in der Märzsitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität. So werden bis 2025 fast 1.000 Wohnungen mit Mietpreisbindung wegfallen. „Dem stehen in den zahlreichen entstehenden und aktuell geplanten Baugebieten aber nur etwa 400 neue geförderte Wohnungen gegenüber.

Es wird also eine immense Lücke entstehen“, erklärt Lipinski-Naumann.

Nach Auffassung der Sozialdemokraten muss daher das Ziel sein, möglichst schnell neue Grundstücksentwicklungen anzugehen.

„Auf Flächen wie der zwischen Stein- und Blücherstraße ist dies möglich und muss schnell vonstattengehen. Weitere Verzögerungen sind nicht akzeptabel“, so Pilger. Darüber hinaus müssen nach Meinung der Fraktion aber auch alle weiteren Möglichkeiten zur Schaffung neuen Wohnraums ausgeschöpft werden. „Auf unsere Initiative konnten im Haushalt für 2021 die Mittel zur Schaffung von Wohnraum massiv erhöht werden. Diese Gelder müssen nun auch eingesetzt werden, beispielsweise zum Ankauf von leerstehendem Büroraum und dessen Umwandlung in Wohnungen oder auch zur finanziellen Unterstützung der Koblenzer Wohnbau GmbH“, erläutert die Fraktionsvorsitzende. „Es müssen jetzt schnell sichtbare Erfolge erzielt werden, damit sich die Lage auf dem Koblenzer Wohnungsmarkt etwas entspannt.“

Pressemitteilung

SPD Koblenz

Marion Lipinski-Naumann.

Marion Lipinski-Naumann.

Detlev Pilger.Fotos: SPD Koblenz

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Kommentare
28.04.202122:51 Uhr
juergen mueller

Man sollte sich als vernünftig denkender Mensch über die Hintergründe, mit der Politik gemacht wird, immer im Klaren sein. Ist aber leider nicht so.
Politik, ein Berufsbild, das wie in keinem anderen Beruf die Möglichkeit bietet, innerhalb kürzester Zeit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das zu erreichen, was diesen Beruf ausmacht - GELD, floristisch ausgeschmückt mit leeren Versprechungen, Unwahrheiten, Hinhaltetaktik, Ignoranz, Selbstgefälligkeit, Selbstdarstellung etc. nach dem Motto: "Erst einmal selbst mehr als satt sein - andere zur TAFEL schicken".
In meinem Heimatort RÜBENACH ist dieses Politbild mehr als deutlich vertreten, einem Politbild, der sich mittlerweile sogar die ansässige Bürgerinitiative nicht verschließt, von der ich als ehemaliges Mitglied anderes erwartet habe, aber eines Besseren belehrt wurde.
Politischer Widerstand hat nur eine Chance, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, genau wie die Politik keine Rücksicht kennt u. Eier hat.

28.04.202108:48 Uhr
Gabriele Friedrich

Das ist alles Blödsinn !
Jahrzehnte lang hat nicht nur Koblenz gepennt, sondern das ganze Land.

Bis ich eine anständige und bezahlbare, kleine Seniorenwohnung finde, bin ich längst kremiert.

Politiker und ihre Sprüche und Artikel- da steh ich ungemein drauf.

28.04.202103:20 Uhr
juergen mueller

Immer noch nicht begriffen.
Diese immense Lücke besteht bereits seit Jahrzehnten, in denen man die Füße in Bezug auf sozialen Wohnungsbau ruhig gehalten hat, bzw. darauf bedacht war, neue Wohngebiete für Besserverdienende entstehen zu lassen.
Diese Lücke wird nicht kleiner, sondern größer und entspannen tut sich erst recht garnichts.
Schnell sichtbare Erfolge, eine Forderung ausgerechnet von denen, die einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran haben, dass sozialer Wohnungsbau solange vernachlässigt bzw. ignoriert wurde, bis man garnicht mehr anders konnte, als sich wieder auf das zu besinnen, für das man angeblich parteilich eintritt - das Wort "sozial", ein Relikt und gleichzeitiger Realitätsverlust, ein Wort, das man sich zwar auf die Fahne geschrieben hat, dem zu folgen jedoch nur auf die eigene Person bezogen sieht. Nicht akzeptabel, schnell, zügig, endlich Zeit - politische Sprachfehler ohne sittlichen, sozialen Nährwert.

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