Blaulicht | 24.09.2026, 11:42 Uhr

Jugendschutz beginnt bereits an der Supermarktkasse

23.10.:Jugendschutz im Fokus: Linzer Polizei kontrolliert Verkaufsstellen

23.10.:Jugendschutz im Fokus: Linzer Polizei kontrolliert Verkaufsstellen

Linz. Am Mittwochnachmittag des 23. September 2026 führte die Polizeiinspektion Linz am Rhein in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz am Rhein und Unkel, dem Vollzugsdienst der Kreisverwaltung Neuwied sowie dem Kreisjugendamt Neuwied eine umfassende Kontrolle zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes durch.

Im Mittelpunkt dieser Aktion standen lokale Verkaufsstellen für Alkohol, Tabakwaren und andere jugendgefährdende Substanzen. Die Kontrollen wurden durch sogenannte "Testkäufe" durchgeführt, bei denen drei 17-jährige Polizeischüler versuchten, jugendgefährdende Substanzen in den jeweiligen Geschäften zu erwerben. Insgesamt wurden 16 Verkaufsstellen in den drei Verbandsgemeinden überprüft. In mehreren dieser Geschäfte kam es zur Abgabe jugendgefährdender Substanzen an die Testkäufer. In vielen Fällen wurde dabei weder das Alter der Käufer erfragt noch ein Personalausweis zur Altersüberprüfung verlangt.

Laut Jugendschutzgesetz zieht die verbotswidrige Abgabe jugendgefährdender Substanzen sowohl für den verantwortlichen Verkäufer als auch für den Gewerbetreibenden Sanktionen nach sich. Die Pflicht, Schulungen für die Verkäufer durchzuführen und technische Vorrichtungen zu implementieren, die eine Abgabe solcher Substanzen an Minderjährige verhindern sollen, liegt beim Gewerbetreibenden. In allen neun Fällen, in denen eine Abgabe stattfand, wurde ein Bußgeldverfahren gegen die verantwortlichen Gewerbetreibenden eingeleitet. Der Regelsatz für ein Bußgeld liegt hier bei 1.000 Euro.

Die Polizei betont in diesem Zusammenhang, dass der effektive Jugendschutz bereits an der Supermarktkasse beginnt und den Verkaufsstellen und deren Mitarbeitern somit eine erhebliche Verantwortung zukommt. Aufgrund dieser Vorfälle kündigten die beteiligten Behörden weitere Kontrollen an, die erneut empfindliche Bußgelder nach sich ziehen könnten.

Foto: Tobias Arhelger - stock.adobe.com

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