Katholische Kindertagesstätte „Arche Noah" Oberwinter
„ Wir sind richtige Künstler“
Oberwinter/Rolandseck. „ Wir sind richtige Künstler“, sagten die 19 Vorschulkinder der Katholischen Kindertagesstätte „Arche Noah" in Oberwinter nachdem sie in zwei Gruppen an dem Kunstprojekt „Jedem Kind seine Kunst“ teilgenommen hatten. Rosemarie Feuser, selbst Künstlerin und Sprachförderkraft aus Remagen hat das Projekt geleitet und bei den Kindern ein großes Interesse und viel Freude an der Kunst geweckt. Alles begann schon im September mit einem Besuch im Arp Museum in Rolandseck, wo sich die Kinder zwei Bilder aus der Ausstellung „Schau mich an - Porträts seit 1500" genau betrachtet und sich anschließend selbst gemalt haben. Was alles zum Gesicht gehört, wussten die „Großen“ natürlich, aber dass auch Platz gelassen werden muss für die Stirn, das war nicht so einfach. In den darauffolgenden Wochen besuchte Frau Feuser die „Wackelzähne“ donnerstags in der Kita und zeigte ihnen viele verschiedene Drucktechniken. Die Kunstwerke wurden in der Kita ausgestellt und werden nun in einer selbst gestalteten Mappe als Kunstbuch eingebunden. Zum Abschluss des Projektes malten sich die Kinder in Zweiergruppen im Arp Museum.
Malen mit Finger und Ölfarbe
Dabei hielt ein Kind eine durchsichtige Plastikscheibe vor sein Gesicht und das andere Kind malte das Gesicht seines Partners an der Scheibe mit dem Finger und Ölfarbe ab. Danach wurde ein Abdruck von der Scheibe genommen und das andere Kind malte nun seinen Freund oder seine Freundin. Danach durften die Vorschulkinder noch mit dem großen Aufzug fahren und sich die Ausstellung von der Künstlerin Tara Donovan anschauen. Alle waren sehr beeindruckt von den gigantischen Kunstwerken, die die Künstlerin aus Alltagsgegenständen wie beispielsweise Strohhalmen, Folien, Lasagneplatten, Knöpfen, Zahnstochern und Nadeln hergestellt hat. Da viele Kinder noch länger an dem Kunstprojekt gearbeitet hätten, wird es nun in der Kita weitere Angebote zum kreativen Gestalten geben, damit aus den „kleinen Künstlern vielleicht einmal große werden“ und die Freude am künstlerischen Schaffen nicht verloren geht.
