Pfarrgemeinde St. Gertrud Oedingen
Alter, religiöser Brauch
Oedingen. In der Pfarrgemeinde St. Gertrud Oedingen wird nach einem alten, religiösen Brauch in der Karwoche das Glockengeläut der Pfarrkirche durch ein hölzernes Instrument, der Klapper, ersetzt. Vom Gloria der Gründonnerstagsmesse an schweigen die Glocken und die Orgel. Nach dreijähriger Unterbrechung zogen am Karfreitag Ministranten, kleinere Kinder mit ihren Eltern und Jugendliche durch die Straßen, um an den Beginn der Gottesdienste zu erinnern sowie die Morgen- und Abendglocke zu ersetzen. Am Ostersamstag gingen die Kinder und Jugendliche von Haus zu Haus und erhielten für ihre Mühe und Brauchtumspflege eine Geldspende, Eier und Süßigkeiten.
Einnahmen werden gespendet
Die Organisatoren und Betreuer, Hubert und David Niemiec, Heike Vilz, Patrick und Nadine Braun, Marcus und Anke Friedl, sowie Berthold Bachem, verteilten die Eier und eine große Menge Süßigkeiten an insgesamt 38 Kinder. Hubert Niemiec hat die Organisation an beiden Tagen bestens und vorbildlich übernommen. Das gesammelte Geld, ein stattlicher Betrag in Höhe von 657 Euro, wird je zur Hälfte für ein Spielgerät an dem sich im Bau befindlichen Oedinger Kindergarten und an die Private Initiative „Einfach helfen“ in Kapstadt/Südafrika verwendet. Die Oedinger Messdiener unterstützen, mit Mitteln aus der Messdienerkasse, seit 2008 mit zwei Schulpatenschaften diese Initiative zur Verbesserung der Chancen elternloser oder sozial benachteiligter Kinder in Sir Lowry’s Pass Village, einem Vorort von Kapstadt. „Emilys Suppenküche“ sorgt zusätzlich täglich dafür, dass viele der Kinder mit ausgeprägt schwachem sozialen Hintergrund eine warme Mahlzeit erhalten. Über diese, sehr unterstützungswerte Initiative sind weitere Informationen von Berthold Bachem zu erhalten oder im Internet unter www.einfachhelfen.org zu finden.
Die alte Tradition „Klappern“ wird in Remagen-Oedingen lebendig gehalten.
