Eifelverein Remagen unterwegs
Auf dem Bergbauweg in Rösrath-Hoffnungsthal
aus Grafschaft-Ringen
Remagen. Der Bergbauweg Rösrath ist ein Rundwanderweg, der tief in die 2000-jährige Bergbaugeschichte der Gegend eintaucht.
Bereits römische Legionäre förderten hier Erze, und bis 1978 prägte der Bergbau die Region maßgeblich.
Entlang des Weges informierten zehn Stationen über die Entwicklung des Erzbergbaus, die eingesetzte Technik und die Legenden rund um den Berg Lüderich.
Gestartet am Rathausplatz in Hoffnungsthal lief man ein Stück der Sülz aufwärts, rechts abbiegend an restaurierten Fabrikhallen und schmucken Unternehmervillen vorbei, bis es in die Natur ging.
Mit zum Teil steilen Stücken ging es bergauf, bis zum Franziska Schacht auf dem Lüderich. Dort steht noch das originale restaurierte Fördergerüst des Schachtes, der Schacht selbst ist aber verschlossen. Hier legte die Gruppe eine Rast ein. Nach längerem kurbeln ließ die dortige Audiostation das traditionelle „Steigerlied“ erklingen, unterstützt durch die Wandergruppe.
Weiter ging es auf dem Lüderich, der ein kleiner Höhenzug ist. Zwischendurch ergaben sich immer wieder imposante Ausblicke in Richtung Rheinland, aber auch ins Bergische. Der Wanderweg führte weiter durch das Gelände des Golfclubs auf dem Lüderich. Dort ragt der Förderturm des Hauptschachtes der Grube Lüderich über das Gelände. Die Panoramabar mit Biergarten lud zur Rast und schöner Aussicht ein.
Zwei weitere Highlights etwas abseits des Weges waren Mariengrotte und Barbarakreuz. Die Mariengrotte befindet sich in einem ehemaligen Luftschutzbunker, der in Kriegszeiten dem Schutz der Bergleute und der Bevölkerung geboten hat. Ein Stück weiter nach oben gewandert steht das Barbarakreuz. Weithin sichtbar überragt es das Tal von Sülz und Eschbach und bietet eine Rundumaussicht. Gewidmet ist es den Bergleuten, die bis 1978 in der Grube auf dem Lüderich Ihren schweren und gefährlichen Dienst getan haben.
Es ging weiter in einem weiten Bogen in Richtung Bleifeld, einem kleinen Ortsteil von Rösrath auf dem Lüderich. Am Zusammenfluss von Brunsbach und Durbuscher Bach durchschritt man eine kleine Furt. Anschließend ging der Weg entlang der Bahnstrecke der Oberbergischen Bahn am Sportplatz auf dem Gelände der ehemaligen Grube Bergsegen und am Freibad vorbei zurück in Richtung Hoffnungsthal. In Hoffnungsthal trat die Gruppe gegen 16 Uhr schließlich die Rückfahrt, wie auch die Hinfahrt, mit dem Bus und Zug an.
Am Franziska Schacht auf dem Lüderich. Foto: Eifelverein Remagen / D. Fey