St. Josefs-Verein Bandorf aktiv im bürgerlichen Engagement
Bauarbeiten an der Brunnenanlage gehen voran
Bandorf. Jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland verbraucht Jahr für Jahr annährend 150 Liter Wasser. Es kommt aus dem Hahn, in guter und stets konstanter Qualität; kalt oder warm, so wie wir es benötigen. Ganz selbstverständlich ist es immer da, ob tags oder nachts. So war es aber nicht immer. Die Birgeler Bürger haben jahrzehntelang, bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts, den Ort aufgesucht, wo man Wasser findet, wenn der eigene Brunnen versiegte. In Bandorf gab es im Sümpborn auch dann noch Wasser im Brunnen, wenn der Sommer eine lange Hitzeperiode hatte. So zog man mit dem Tragejoch vom Berg hinab ins Bandorfer Tal, um das Lebenselixier Wasser mit Eimern nach Hause zu tragen. Viele Jahre haben die Bürger, die in Bandorf und die in Birgel, von dem noch immer vorhandenen Brunnen kaum Kenntnis genommen. Einige „Josefs-Brüder“ hatten jedoch den Wunsch, die alte Tradition, wie Wasser am Brunnen geholt werden kann, an die nächsten Generationen weiter zu geben. Das war die Grundlage für den St. Josefs-Vereins, nun an dieser Stelle eine Brunnenanlage zu errichten. Im Zusammenhang mit der Vermeanderung des Bandorfer Bachlaufes wurde geplant und die Mitglieder des Vereines gewonnen, diese Brunnenanlage zu bauen. Die Finanzierung und die Bauabfolge wurden vorbereitet, wie auch die Suche nach Sponsoren gestartet. Im letzten Jahr konnte die Firma, die auch den Bach verlegt hat, gewonnen werden, mittels Kanalrohren den Brunnenschacht zu sichern. Befestigungen wurden gebaut, Randsteine gesetzt, die Fläche um den Brunnen gepflastert, eine Pergola beschafft und montiert. Viel Arbeit wurde schon investiert, viel ist aber noch zu erbringen, bis die Anlage der Allgemeinheit übergeben werden kann. Eine rustikale Sitzgelegenheit wird den Wanderern, die auf dem Rheinburgenweg unterwegs sind, eine Rast im schönen Bandorfer Tal ermöglichen. Die Erstellung einer solchen Anlage ist nur machbar durch das Engagement von Mitgliedern des Vereins und von Bürgern, die in ihrer Freizeit dort viele Stunden in geselligem Miteinander arbeiten. Das Brunnenprojekt wird nicht nur in den Orts- und Stadtgremien positiv wahrgenommen und unterstützt, sondern auch im Landkreis Ahrweiler. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hatte bereits im letzten Jahr bei einem Lokaltermin die Bereitstellung von Mitteln des Kreises zugesagt und hat vor Kurzem die Baustelle erneut besucht, um sich über den Fortgang der Arbeiten zu informieren.
Die „Bauherren“ Franz-Rudolf Ölschläger, Heinz Klein und Rainer Hesse.
