Allgemeine Berichte | 01.06.2015

Erna und Heinrich Ockenfels feierten Diamantene Hochzeit in Kripp

Der ganze Ort gratulierte zum Ehejubiläum

Die Jubilare Heinrich und Erna Ockenfels (Mitte) mit den Söhnen Arno (l.) und Peter (r.) und ihren Ehefrauen Gitti und Michaela. AB

Kripp. Bei guter Gesundheit, munter und fidel und mit viel Humor feierten jetzt Erna und Heinrich Ockenfels in Kripp am Pfingstmontag ihre Diamantene Hochzeit. Vor 60 Jahren hatten sich die beiden Jubilare in der kleinen Kapelle in Oberdürenbach das Ja-Wort gegeben. Der Festtag begann für das Jubelpaar mit einem Dankamt in der Kripper Pfarrkirche. Nach einem Sektempfang vor den Toren des Gotteshauses wurde im benachbarten Hotel Rhein-Ahr gefeiert. Mit dabei die beiden Söhne Arno und Peter mit ihren Ehefrauen Gitti und Michaela, Verwandte, Patenkinder, Freunde, die Sänger des Kirchenchores, sowie die Kegelfreunde aus zwei Kegelclubs.

Kennenlernen bei der Kirmes

Kennengelernt haben sich die beiden Jubilare 1952 in Franken. Zur Kirmes besuchte Erna Weidenbach, Tochter aus einer Gastwirtschaft in Oberdürenbach, ihre Schwester Katharina und deren Mann, den Dorfschullehrer Anton Neukirchen. Der war gerade von Oberdürenbach nach Franken versetzt worden.

Gesehen hat die Jubilarin ihren Heinrich wohl zum ersten Mal, als dieser beim Kirmesumzug die Fahne schwenkte. Nach drei Jahren, in denen Heinrich mal in Oberdürenbach, mal in Rolandseck freite, wo Erna in der Küche eines Krankenhauses kochte, wurde geheiratet. Gemeinsam zogen sie in ein neues Haus nach Franken, wo Ehemann Heinrich mit seinem Bruder Josef eine Schreinerei betrieb.

Da das Haus in Eigenleistung gebaut wurde, war es natürlich noch nicht ganz fertig. Insbesondere fehlte noch die Haustür, die der Schreinermeister und frisch getraute Ehemann erst nach den ersten kalten Nächten im Herbst fertigstellte und einbaute. Schon immer mussten im Hause Ockenfels die eigenen Interessen und Wünsche den Geschäftserfordernissen und Kundenwünschen nachstehen.

Die Hochzeitsreise sollte mit dem Firmenwagen, einem VW-Pritschenwagen, nach Italien gehen. Aber Tellerrad und Kegel des Kleintransporters hielten nur bis Heidelberg, und nachdem die Reparatur bezahlt war, reichte das Geld nur noch für die Rückfahrt.

Zwei Söhne, Peter und Arno, wurden geboren, und 1964 gingen die beiden für das Wagnis ein, sich in Kripp mit einer Schreinerei und einem Möbelgeschäft selbstständig zu machen. Eine große Herausforderung war dies besonders für die Ehefrau, die jetzt nicht nur die Hausfrauen- und Mutterrolle zu erfüllen hatte, sondern auch noch im Geschäft mit einspringen musste. Aber dank des hohen Arbeitseinsatzes wuchs das Geschäft. Schon nach zehn Jahren wurde das Ladenlokal in der Quellenstraße zu klein, und die Familie baute in der Voßstraße neu. Heute ist das Einrichtungscentrum Ockenfels, das seit 1995 von den beiden Söhnen geführt wird, ein bekannter Name in der Region.

Stützen des Vereinslebens

Aktiv waren die beiden Jubilare auch in mehreren Vereinen und Kegelclubs. Über 30 Jahre lang übernahm Heinrich die Verantwortung im Kirchenvorstand, davon mehrere Jahre als Kirchenrechner.

Das Goldhochzeitspaar genießt seinen wohlverdienten Ruhestand, im Winter im sonnigen Spanien und im Sommer im Heimatort Kripp. Fahrradfahren, Lesen und Musik sowie das Filmen sind die Hobbys von Heinrich, während Erna gerne kocht, sich an den Blumen erfreut und ebenfalls gerne liest.

Herzliche Glückwünsche konnten Erna und Heinrich Ockenfels von der Familie, von Kripper Ortsvereinen, von zahlreichen Kripper Bürgern, dem Beigeordneten Rolf Plewa im Namen der Stadt in Vertretung für Bürgermeister Herbert Georgi und von Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer im Namen der gesamten Kripper Bevölkerung entgegen nehmen.

Die Jubilare Heinrich und Erna Ockenfels (Mitte) mit den Söhnen Arno (l.) und Peter (r.) und ihren Ehefrauen Gitti und Michaela. Foto: AB

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