Konzert in der Friedenskirche Remagen
Eine „Seelenreise“ der besonderen Art
Remagen. Zum zweiten Mal gastierte Rüdiger Dunkel in der Ev. Kirchengemeinde in Remagen. Tat er es vor zwei Jahren mit einer Lesung aus seinem Buch mit amüsanten Begebenheiten aus dem Kloster von Taizé, begeisterte er diesmal bei seinem Konzert am vergangenen Freitag zusammen mit Ralf Veith die Zuhörer in der Friedenskirche mit seinem Chansonprogramm „Seelenreise“. Alle Chansons, die die beiden an diesem Abend in der stimmungsvollen Kirche präsentierten, sind im Kloster von Taizé entstanden. Von dort blickt Rüdiger Dunkel auf das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Dabei schafft er es in seinen Konzerten immer wieder, die Menschen, die ihm zuhören, auf seine Reise der besonderen Art mitzunehmen und sie persönlich betroffen zu machen. Seine Texte erzählen von Begebenheiten, die viele seiner Zuhörer selbst schon erlebt haben und deshalb sehr gut nachempfinden können. Er singt von der Kunst des „Nein-Sagen-Könnens“, von dem Blick in den Spiegel mit dem Mut, auszuhalten, was man darin sieht. Er singt auch von Gedanken, die man denen, die man liebt, hinterlassen möchte, wenn man selbst einmal diese Welt verlassen muss. Von Neuanfängen, vom Gottvertrauen auch in schwierigen Zeiten singt er. Rüdiger Dunkel, selbst Pfarrer in Winzenheim bei Bad Kreuznach, tut es immer mit dem nötigen hoffnungsvollen Ausblick, der ermutigt, auch die schwierigen Situationen im Leben anzunehmen. Dazu erzählt er sehr eindrücklich die Geschichten seiner Lieder und ebenso von den Wirkungen bei den Menschen, auf die er mit ihnen trifft. Diese Menschen begegnen ihm an ungewöhnlichen Orten, an denen er spielt, zum Beispiel in Kliniken oder in Hospizen. Sie begegnen ihm aber auch bei seinen Kirchenkonzerten, zu denen die Gespräche mit den Zuhörern gehören, die ihm nach seinen Auftritten oft von ihren eigenen Erfahrungen berichten.
Doch es sind nicht nur die Texte und gefühlvollen Melodien, die seine Botschaften transportieren. Es ist vor allem auch das überaus virtuose und einfühlsame Gitarrenspiel seines „Musikbruders“ Ralf Veith, die seine Konzerte zu einem Erlebnis der besonderen Art machen. Ralf Veith, musikalischer Kopf der bekannten Folk-Rockgruppe „Galahad“, ebenfalls Komponist und Produzent, schafft es immer wieder, seine Zuhörer in den musikalischen Bann zu ziehen. Er eröffnete das Konzert mit einer Gitarrenmeditation und machte die anschließenden Chansons zu kleinen Musikpredigten.
Rüdiger Dunkel und Ralf Veith geben in den Gemeinden, in denen sie auftreten, ausschließlich Benefizkonzerte. In Remagen spielten sie für das diesjährige Konfirmandenprojekt „Hilfe für Ex-Kindersoldaten in der DR Kongo“. Die „Konfis“ ließen es sich deshalb auch nicht nehmen, ihr Projekt während des Konzertes selbst vorzustellen und dafür zu werben. Pfarrerin Reuter dankte den beiden Musikern für ihr Engagement und für das berührende Konzert. Sie lud die beiden gleich ein, im kommenden Jahr auch ihr neues Programm in Remagen vorzustellen.
