Konrad Beikircher zum 13. Mal in der Rheinhalle
Er war sich völlig einig
Remagen. Er schafft es immer wieder mit Leichtigkeit sein Publikum, und das sind schon Fans, zu begeistern: der Rheinländer Konrad Beikircher, der in Südtirol geboren wurde und nun sein 50-jähriges Rheinland-Jubiläum feiert. Am vergangenen Freitagabend hatte er seinen 13. Auftritt in der Remagener Rheinhalle. 600 Fans ließen sich Konrad Beikircher nicht entgehen. Erstmalig gastierte er in Remagen mit seinem Kabarettprogramm „bin völlig meiner Meinung“. Er selbst sagt zu dem Programm: „Also ich bin es leid: Du gehst durchs Leben und fragst du einen, ist es immer dasselbe: die sagen so, die anderen sagen so. Damit ist jetzt Schluss! Ich nehme keine Rücksichten mehr, ich bin völlig meiner Meinung. Die aber teile ich Ihnen jetzt mit, ejal worum et jeht: Musik, Kirche, Heilige, Sprache, Alltag, Rheinland, Deutschland, Italien, Zukunft und Vergangenheit, vielleicht sogar ein bisschen Politik. Ich habe zwar nur selten auf der Bühne darüber gesprochen, aber auch auf diesem Feld bin ich völlig meiner Meinung, das können sie mir glauben“, so Beikircher. Vergnüglich werde er sich treiben lassen, denn er sei noch nie ein Miesepeter gewesen. Und treiben ließ er sich denn auch äußerst vergnüglich, kam von Hölzchen auf Stöckchen, streifte ein Thema nach dem anderen, erzählte von seinem 50-jährigen Rheinland-Jubiläum, von der „linksrheinischen Leichtfüßigkeit“ und vom rheinischen Humor. Und zu allem war er in seinem fast dreistündigen Programm völlig seiner Meinung. Angetan hatten es ihm auch die Reliquien im Rheinland, die er nicht ganz so ernst nahm. Auch das Haupt des Heiligen Apollinaris ließ er nicht außen vor. Das Publikum jedenfalls hatte einen tollen Spaß, lachte ein ums andere Mal, und kaum war der letzte Gag verklungen, stand schon der nächste an. Zum Schluss gab es für diesen herrlichen Abend voller Humor stehende Ovationen des Publikums, die dann auch noch mit einer Zugabe belohnt wurde.
