Allgemeine Berichte | 14.08.2026, 10:55 Uhr

Faire Schultüten Remagen

Faire Schultüten an der IGS Remagen stärken Bildung und Fairtrade

Verteilung der fairen Schultüten an die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler vor dem Remagener Rathaus.
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Remagen. „Faire Schultüten“ für die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler der IGS Remagen.

Fairtrade-Stadt Remagen setzt Zeichen gegen Kinderarbeit und für Bildung

Für die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Remagen begann am vergangenen Dienstag ein neuer, spannender Lebensabschnitt: der Start an der weiterführenden Schule. Waren sie noch vor den Sommerferien die Ältesten an ihren Grundschulen, sind sie nun plötzlich die Jüngsten an der neuen Schule.

Um auch von Seiten der Stadt Remagen zum Start an der IGS zu gratulieren und den Schülerinnen und Schülern viel Erfolg für ihre weitere schulische Laufbahn zu wünschen, gab es erneut eine kleine Aktion von der Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt: „Faire Schultüten“ mit fair gehandelten Produkten, die von den Sprecherinnen der Steuerungsgruppe Fairtrade gemeinsam mit Bürgermeister Björn Ingendahl, Lisa Althoff vom Remagener Stadtmarketing sowie dem Team vom Remagener Jugendbahnhof an die Schülerinnen und Schüler verteilt wurden.

Bürgermeister Björn Ingendahl betonte dabei die Bedeutung, Kinder frühzeitig für Themen wie Fairness, Nachhaltigkeit und globale Solidarität zu sensibilisieren. Sie seien die Gestalterinnen und Gestalter der Zukunft – und wenn sie bereits früh ein Bewusstsein für diese Themen entwickelten, könne dies auch über die eigene Generation hinaus Wirkung entfalten.

Die fair gefüllten Schultüten sorgten dabei nicht nur für leuchtende Augen, sondern transportierten auch eine wichtige Botschaft: Noch immer können weltweit viele Kinder keine Schule besuchen, weil sie arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Fairtrade setzt sich dafür ein, Kinderarbeit an ihren Ursachen zu bekämpfen und Familien bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem existenzsichernde Einkommen, stabile Mindestpreise, der Bau und die Ausstattung von Schulen sowie Stipendienprogramme.

Mit der Zertifizierung als Fairtrade-Stadt im Jahr 2021 und der Auszeichnung des Jugendbahnhofs als „Faires Jugendhaus“ im Jahr 2022 hat sich Remagen dem Grundsatz „Global denken, lokal handeln“ verschrieben. Politik, Zivilgesellschaft, Schulen und Wirtschaft engagieren sich gemeinsam dafür, den fairen Handel vor Ort zu stärken und damit einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit weltweit zu leisten. Denn faire Produktionsbedingungen können dazu beitragen, dass Kinder nicht arbeiten müssen, sondern die Chance auf Bildung und eine selbstbestimmte Zukunft erhalten.

Verteilung der fairen Schultüten an die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler vor dem Remagener Rathaus. Foto: Matthias Baldauf

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