Allgemeine Berichte | 15.03.2026

Erinnern und Gedenken

Gedenkfeier, Auszeichung und Ausstellung im Friedensmuseum Brücke von Remagen

Amerikanische und Remagener Pfadfinder hissen die Fahnen.

Das Friedensmuseum Brücke von Remagen veranstaltete am 7. März eine Gedenkfeier, die den Spagat zwischen aktuellem Weltgeschehen und dem Dank an die Befreier Deutschlands 1945 thematisierte. Zudem wurde dem Friedensmuseum die Plakette „Ort deutscher Demokratiegeschichte“ überreicht und eine neue Ausstellung über Willy Brandt eröffnet.

Remagen. Das Friedensmuseum Brücke von Remagen machte es sich nicht leicht mit der Entscheidung, die Gedenkfeier am 7. März durchzuführen. Wie kommt man aus dem Dilemma heraus, dass Präsident Trump zusammen mit Israel auf der einen Seite einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Iran führt und wie kann man andererseits bei der Gedenkfeier Amerika für die führende Rolle bei der Befreiung Deutschlands im Jahr 1945 danken?

Die Redner an den Türmen, Bürgermeister Björn Ingendahl und Kreisbeigeordneter und MdL Horst Gies fokussierten sich darauf, die Bedeutung und den Erhalt des Friedens zu betonen im Sinne des Zitats von Willy Brandt: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“. Ebenfalls eindrücklich war der Redebeitrag von Helen Patton, der Enkelin des legendären Generals George S. Patton, der damals mit der 3. Armee Luxembourg befreite und weiter südlich den Rhein überquerte. Sie lobte das Engagement und die Beharrlichkeit des Friedensmuseums in diesen schwierigen Zeiten.

Das Hissen der Fahnen übernahmen dieses Mal die amerikanischen Scouts, troop 107 aus Wiesbaden und der Stamm der Albert Schweitzer Pfadfinder in Remagen, die sich zum ersten Mal trafen und weiter in Kontakt bleiben wollen. Sie gaben mit ihrer Aktion der Veranstaltung die Zuversicht, dass das Einstehen für Frieden nie umsonst sein kann.

Auszeichnungen und neue Ausstellung im Friedensmuseum Brücke von Remagen

Wie immer in den letzten Jahren legte die Association of the US Army einen Kranz nieder, ebenfalls Helen Patton und die VFW (Veterans of Foreign Wars).

Im Foyer der Rheinhalle gab es dann zwei weitere Highlights der Veranstaltung.

Das Friedensmuseum Brücke von Remagen erhielt die Plakette „Ort der Demokratiegeschichte“ durch den Präsidenten der Stiftung „Orte deutscher Demokratiegeschichte“ Dr. Kai Michael Sprenger. Der Vorstand nahm die Plakette stolz entgegen. Bringt dies doch das Museum und sein Baudenkmal weiter voran.

Der Vorstand erhofft sich davon einen Schub für Sanierungsprojekte.

Zusammenarbeit und Ausstellungsangebot fördern das historische Bewusstsein

Das Zweite Highlight war die Sonderausstellungseröffnung durch Christoph Charlier, langjähriger Vorsitzender des Willy Brandt Forums in Unkel. Titel der Ausstellung: „Berufswunsch Journalist – Der Zeitungsschreiber Willy Brandt von 1914 bis 1947“.

Ein besonderer Gast dabei war Frau Prof. Dr. Brigitte Sebacher, Ehefrau Willy Brandts, Historikerin und selbst Journalistin.

Das Museum freut sich sehr über die Kooperation und darüber, diese Ausstellung das ganze Jahr zeigen zu können.

Mit dem 7. März öffnete das Museum an den Wochenenden im März. Ab dem 30. März öffnet es täglich bis Anfang November.

Autorin Karin Keelan

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Amerikanische und Remagener Pfadfinder hissen die Fahnen. Foto: Friedensmuseum

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