Heeresmusikkorps Koblenz bot abwechslungsreiches Benefizkonzert zugunsten der Bürgerstiftung Remagen
Melodien reichten von zackiger Marschmusik bis zu russischen Klängen
Bürgermeister Herbert Georgi hieß zuvor gut fünf Dutzend Neubürger willkommen
Remagen. Ein durchweg beeindruckendes Benefizkonzert gab das Heeresmusikkorps Koblenz in der Remagener Rheinhalle. Bereits zum vierten Mal musizierte das Heeresmusikkorps Koblenz zugunsten der Bürgerstiftung Remagen. Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe, seit Juli vorigen Jahres am Dirigentenpult, konnte wieder weit über 600 Gäste begrüßen. Vor dem Konzert gab es im Foyer der Rheinhalle einen Sektempfang, zu dem Bürgermeister Herbert Georgi die Remagener Neubürger eingeladen hatte. Gut fünf Dutzend Neubürger ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und hatten viel Freude an den Ausführungen des Stadtchefs. Mit dabei waren auch alle Ortsvorsteher der Ortsteile. Mit humorigen Worten stellte Georgi die Stadt und ihre Ortsteile vor. Er ermunterte die Neubürger am gesellschaftlichen und kulturellen Leben in der Stadt teilzunehmen. Gleichermaßen betonte der Bürgermeister die Vorzüge von Remagen. Remagen mit seiner 2000-jährigen Geschichte habe vieles zu bieten: die Infrastruktur, die gute Verkehrsanbindung, das Angebot von Schulen, die vielen Kindergärten und die rund 170 Vereine. Auch die Kunst komme hier nicht zu kurz, denn Remagen habe sich als Stadt der Kunstschaffenden einen Namen gemacht. Anschließend hieß Herbert Georgi in seiner Funktion als Vorsitzender der Bürgerstiftung Remagen die Konzertgäste willkommen. Das Hauptziel der Bürgerstiftung Remagen sei, den Bedürftigen in der Stadt zu helfen.
Orchester glänzte mit Höchstleistung
Den Auftakt zum Konzert gab dann der Marsch „Wir präsentieren“. Mit dem Konzertmarsch „Mercury“ des Belgiers Jan Van der Roost gab es sehr romantische Klänge. Weitere Märsche brachten die rund 50 Musikerinnen und Musiker mit dem Mosel-Marsch von Johann Carl Roesler und „Viribus unitis“ von Josef Bach zu Gehör. Von Nikolai Rimski-Korsakow spielte das Heeresmusikkorps das Konzert für Posaune und Blasorchester. Hier glänzte Solist Oberfeldwebel Julien Miehe, der mit dem Orchester im Dialog blieb. Aus dem berühmten Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski brachte das Heeresmusikkorps „Die Hütte der Baba Jaga“ und „Das große Tor von Kiew“ zu Gehör. Die Musiker malten regelrecht die stimmungsvollen Bilder auf der Bühne. Die Hexe Baba Jaga, eine Hexe aus der russischen Märchenwelt, die statt auf einem Besen auf einem Mörser reitet, war ebenso deutlich zu erkennen wie das unheimliche Walddickicht. Durch ein vollgriffiges und durch Bassvorschläge „gewichtig“ gestaltetes Thema beschreibt Mussorgski die majestätische Größe des Tores. Und diese Größe war deutlich spürbar auf der Rheinhallenbühne. Das dreisätzige Werk „Three Celtic Dances“ von Brian Belmages, das das Heeresmusikkorps Koblenz dem begeisterten Publikum zu Gehör brachte, basiert auf verschiedenen schottischen Tanzformen und beinhaltet eine Kombination aus autenthischer und ursprünglicher Musik. Sehr schön auch die Musical-Melodien aus dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd-Webber. Hier spielte das Heeresmusikkorps das Medley von Johan des Meij. Den Konzertschluss markierte ein Medley von Udo Jürgens. Der tosende Applaus war den Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Alexandra Schütz-Knospe sicher. Das Heeresmusikkorps Koblenz bedankte sich seinerseits mit einer Zugabe.
