Kölsche Weihnachtsmatinee im Foyer der Remagener Rheinhalle
Nachdenkliches, Heiteres und jede Menge Vergnügen
Remagen. Ein Renner ist sie Jahr für Jahr, die Kölsche Adventsmatinee kurz vor dem Weihnachtsfest im Foyer der Rheinhalle. So auch in diesem Jahr. Rund 200 Gäste amüsierten sich am Sonntagmittag köstlich im Foyer bei der Adventsmatinee auf kölsche Art. Das Programm „Wenn der Dezember widder kütt…“ war eine vorweihnachtliche Mischung aus Gedichten, gelesenen und teils erzählten Geschichten und kölschen Liedern. Im Programm wirkten mit die Kölner Mundartautorin Elfi Steickmann und der 88-jährige Sänger Ludwig Sebus sowie erneut einer der besten Willi Ostermann-Interpreten aus der Domstadt: Thomas Cüpper, genannt „Et Klimpermännche“.
Da waren kölsche Töön angesagt, kölsche Krätzjer und Leedscher. Das Publikum lauschte mit sichtbarem Vergnügen den Ausführungen der drei kölschen Künstler und bog sich zu weiten Teilen vor Lachen, schmunzelte in sich hinein oder dachte sichtbar nach. Da war die Kölsche Adventsmatinee, im übrigen die achte Auflage, bei all den Weihnachtsfeierlichkeiten hie und da doch eine absolut köstliche Abwechslung in rundum gemütlichem Ambiente, eine regelrechte Erholung in der stressigen Adventszeit.
Quetschkommod und Verzällscher
Leedscher begleitet von de Quetschkommod und Verzällscher in kölscher Sprooch, jede Menge humoristische Einlagen ließen die Gäste immer wieder hellauf lachen. Doch auch Nachdenkliches lieferte die Kölsche Weihnachtsmatinee im Foyer. Da verzällte Cüpper von Verzällchen auf dem Mälatenfriedhof mit so manch deftigem Spruch wie „du bist 96 und gehst jeden Tag wieder heim?“ Da traf sich die Gruppe Freunde Jahr für Jahr zu Weihnachten. Und wo ging es hin, natürlich ins Café „Dingens“. Jahrzehnte später, inzwischen nicht mehr ganz neu, trafen sie sich wieder kurz vor Weihnachten. Da kam die Frage, wie jedes Jahr auf, wo gehen wir denn hin. Da kam die Antwort: „Ins Café Dingens“. Da meinte einer aus der Runde: „Dat is joot, dat kenn ich noch nit“. Angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes nahmen natürlich auch die Familie und die Freunde breiten Raum bei den Themen ein.
Schwiegermutter in Australien
Ludwig Sebus als Kölner betonte, dass er zeitlebens mit seiner Schwiegermutter gut ausgekommen sei. „Sie lebte in Australien“, so Sebus. Und überhaupt hätte die Mutter ihrer Tochter erzählt, „die Ehe ist ein Geben und Nehmen. Was dein Mann dir nicht gibt, musst du dir halt nehmen“. Da sang Sebus vom „Schöppsche Glöhwing, dat muss sinn“ und erzählte von „de schwarze Mudderjoddes us de Kofferjass“, die von den Kölsche sehr verehrt werde. Und überhaupt sei das Glauben ja sehr wichtig. An einer Kirche in Flensburg habe er gelesen „Bist du der Sünden müde, tritt ein“. Darunter habe ein Kölner Mädel geschrieben: „Bist du nicht müde, rufe 74 23 16 an“. Einen Song hatte Sebus dem „Plastik-Nikolöös“ an den Dachrinnen der Häuser gewidmet. „Der arme, arme Plastik-Nikolöös, jetzt hängt er seit sechs Wochen, mit kahle Föös und nass bis auf die Knochen“. Elfi Steickmann erinnerte wie jedes Jahr daran, frühzeitig dran zu denken, wer zu Weihnachten die Oma nimmt, denn „de Familisch kritt me jeschenk, wenn me hierot, aber me kann se nit umtauschen. Freunde bekomme man nicht geschenkt. Sie seien kompromissloser und für Geld könne man sie nicht kaufen. Ludwig Sebus, Thomas Cüpper und Elfie Steickmann gelang die Grätsche zwischen amüsanten, heiteren und nachdenklichen Verzällcher bestens. Die gut zwei Stunden – denn Zugaben gab es dank der Standing Ovations natürlich auch – vergingen wie im Fluge. Und wer mit dabei war, der ist es bestimmt nächstes Jahr auch wieder.
Einer der besten Willi Ostermann-Interpreten aus der Domstadt: Thomas Cüpper, genannt „Et Klimpermännche“.
Der 88-jährige Sänger Ludwig Sebus. Fotos: AB
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