Eifelverein Remagen
Rings um Ruine Olbrück
Renmagen. Mehrmals war das Rodder Maar oberhalb von Niederdürenbach schon trockengelegt worden. Aber auf dem sauren Boden wollte kein Wald gedeihen. Und so wurde es 1996 - 1999 renaturiert - mit allergrößtem Erfolg. Als wollte die Natur den Wanderfreunden des Eifelvereins Remagen beweisen, welche Anziehungskraft ein solches Biotop in kürzester Zeit entwickeln kann, zeigten sich die unterschiedlichsten Enten ufernah in ihrem bunten Federkleid und ein großer Fischreiher flog ganz nah mehrere Ehrenrunden. Ist das Rodder Maar nun vulkanischen Ursprungs oder gar die Folge eines Meteoriteneinschlags? Darüber streiten sich noch immer die Gelehrten, wollen aber demnächst mit Bohrungen der Sache im wörtlichen Sinne auf den Grund gehen. Hatte der Tag mit Nieselregen begonnen, strahlte doch bald die Sonne vom tiefblauen Himmel. So kam der Königssee bei Oberdürenbach wunderschön zur Geltung. Hier erhob sich früher der Steinberg, ein 35 Millionen Jahre alter Vulkan. Aber sein wertvoller Basalt wurde ihm zum Verhängnis. Bis 1942 wurde er abgebaut. Zurück blieb ein großes, tiefes Loch, das sich schon bald mit Wasser füllte und den malerischen Königssee bildete. Eine einzelne Lore und eine Infotafel am Waldrand erinnern noch an den jahrzehntelangen Bergbaubetrieb. Die Ruine Olbrück erscheint von dort fast schon zum Greifen nahe. Aber erst gilt es steil abzusteigen zum Brohlbach, auf der anderen Seite dann ebenso steil hinauf bis zur glücklicherweise geöffneten Burgpforte. Der Blick von der Zinne des 35 m hohen Bergfrieds war bei dieser klaren Luft fantastisch. Die tief stehende Sonne ließ das fast kreisrunde Rodder Maar dunkelblau leuchten, ein Bild, das man so schnell nicht vergisst. Es wird früh dunkel in dieser Jahreszeit. Von der Einkehr auf der Maarheide ließ sich so zunächst ein farbintensiver Sonnenuntergang bewundern, später der fast volle Mond mit der zurzeit besonders hellen Venus hinter der Silhouette der Ruine Olbrück.
