Katholische Kirchengemeinde Sankt Laurentius Oberwinter feierte ihr Patrozinium
Tambourcorps trumpfte zu seinem 90. Geburtstag besonders auf
Oberwinter. Traditionell feierte die katholische Kirchengemeinde Sankt Laurentius am Sonntag und Montag mit Festhochämtern ihr Patrozinium des Heiligen Laurentius.
Das Festhochamt am Sonntag wurde zelebriert vom leitenden Pastor von Remagen und vom stellvertretenden Dechanten Frank Klupsch. Konzelebrant war der ehemalige Oberwinterer Pastor Herbert Lonquich. Kurz vor Ende der Festmesse gratulierte Pastor Klupsch der Vorsitzenden des Tambourcorps, Katja Pertz, zum 90-jährigen Jubiläum des Tambourcorps Oberwinter. Als Geschenk übergab er ein Brot, in das ein Foto des Tambourcorps eingebacken war. Gesanglich bereichert wurde die Festmesse durch die Chöre „Gaudeamus“ und „Nova Cantica“ unter der Leitung der neuen Organistin Claudia Podmelle, die seit Oktober ihren Dienst in Oberwinter angetreten hat. Musikalisch begleitet wurden die Chöre durch Dr. Anke Hülster am Cello und Sabine Gilles an der Gitarre. Weitere musikalische Begleiter der Messe waren die Rhein-Ahr-Spatzen.
Die Kirche Sankt Laurentius wurde erstmals 1131 urkundlich erwähnt. Das heutige Kirchenschiff stammt von 1865/66. Der Diakon und als Märtyrer verehrte Laurentius wurde in Spanien geboren und starb am 10. August 258 in Rom. Sein Name bedeutet „der Lorbeergeschmückte“ oder „Mann aus Laurentum“ (Lateinisch). Sein Gedenktag ist der 10. August. Laurentius war einer der sieben Diakone in der Stadt Rom, also für die Finanzen und die Sozialarbeit der Kirche von Rom zuständig. Eng verbunden mit der Sankt Laurentius Pfarrgemeinde ist der Katholische Junggesellenverein Oberwinter. Pastor Frank Klupsch ist der Präses des Junggesellenvereins. Im Anschluss an die Festmesse am Sonntag waren die Gemeindemitglieder zu einem Umtrunk auf dem Platz hinter der Kirche eingeladen. Mit einem Festzug zogen das Tambourcorps unter der Stabführung von Claus Wiest, die Rhein-Ahr-Spatzen, der Junggesellenverein um den Vorsitzenden Heinz Holthoff, die Fähndelschwenker der Junggesellen sowie Vertreter von Feuerwehr, Jugendfeuerwehr und Schützen auf den Platz auf. Zu Ehren von Pastor Frank Klupsch und dem ehemaligen Pastor Herbert Lonquich schwenkten Jüppi Dreiling, René Elbern und Pascal Elbern, unterstützt von Fähndelschwenkern von außerhalb, ihr Fähndel. Im Anschluss ging es in einem Festzug mit Präses Pastor Frank Klupsch zum Kriegerdenkmal, wo dann der Verstorbenen gedacht wurde.
Auf den Gedenktag des Heiligen Laurentius am Montag lud Pastor Klupsch erneut zu einer Festmesse ein. Im Anschluss schwenkten die Junggesellen erneut ihr Fähndel, dieses Mal bei Ortsvorsteher Norbert Matthias und am Seniorenheim Franziskus. Beim anschließenden Festzug zogen die Junggesellen und das Tambourcorps, das anlässlich des 90-jährigen Jubiläums mit Ehemaligen verstärkt war, mit Pastor und Ortsvorsteher ins Festzelt, wo der traditionelle Bürgersachoppen mit Hahneköppen angesagt war.
Pastor Klupsch überreichte der Vorsitzenden des Tambourcorps, Katja Pertz, ein Brot zum 90. Geburtstag.
Das Tambourcorps musizierte zusammen mit Ehemaligen. Fotos: AB Zu Ehren von Pastor Klupsch, Vereinspräsens der Junggesellen, wurden die Fähndel geschwenkt.
