Ausbildungstag der Feuerwehren der Stadt Remagen
Wehrleute probten den Ernstfall
Remagen. „Ein Feuerwehrmann verletzt, benötige dringend Unterstützung!“, so dramatisch klingt die Meldung, die aus dem Funkgerät in der Hand von Einsatzleiter Gerold Gadsch dringt. Eile ist geboten, schließlich kommt die Meldung von einem Atemschutztrupp, der nach einem Lkw-Unfall den Auftrag hat, auslaufende hochgiftige Chemikalien aufzufangen und das Leck im Tank abzudichten. Was zu dem Zwischenfall geführt hat, ist nicht bekannt, eine sofortige Rettung aus dem Gefahrenbereich ist aber dringend erforderlich. Gadsch schickt sofort einen weiteren Atemschutztrupp los, um den verletzten Kollegen schnell, aber fachgerecht zu retten. Doch glücklicherweise wurde niemand ernsthaft verletzt, handelte es sich doch „nur“ um eine großangelegte Übung im Rahmen des gemeinsamen Ausbildungstags aller Einheiten der Feuerwehr Remagen. Ein Thema dabei: das Retten von verunglückten Einsatzkräften bei Atemschutzeinsätzen. Am Samstag trainierten die Feuerwehrlehrleute an zwei Übungsobjekten vier verschiedene Einsatzszenarien. Neben der Rettung von verunfallten Atemschutzgeräteträgern standen auch das richtige Vorgehen bei Gefahrstoffeinsätzen, die Wasserversorgung über eine lange Strecke bei abgelegenen Brandstellen und das Retten aus schwierigem Gelände auf dem Plan.
Gleichzeitiges Training an mehreren Stationen
Nachdem vormittags in praktischen Übungen die richtige Taktik und Technik geprobt wurde, mussten die Einsatzkräfte am Nachmittag unter Beweis stellen, das zuvor Erlernte auch in Stresssituationen anwenden zu können. Ausbildungsleiter Robert Zimmermann hatte mit den Ausbildern in Alexander Krahe und Carsten Delord in Remagen und Edwin Briese und Frank Noack in Unkelbach zwei völlig unterschiedliche Einsatzübungen vorbereitet. „In den vergangenen Jahren haben wir immer eine gemeinsame große Objektübung gegen Jahresende durchgeführt. Da auch die Feuerwehr ständig ihre Ausbildungsinhalte optimiert, haben wir uns ein neues Konzept ausgedacht. Wir trainieren daher heute an mehreren Stationen gleichzeitig und führen Übungen zu den unterschiedlichen Einsatzszenarien durch. Fachleute aus den unterschiedlichen Einheiten können so gezielt ihr Fachwissen an die anderen Kameraden vermitteln“, erläuterte Robert Zimmermann.
Wehrleiter Michael Zimmermann zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Feuerwehrleute und gab ihnen in der Nachbesprechung eine erste Rückmeldung: „Wir werten die Erfahrungen des heute erstmalig stattfindenden Ausbildungstages in den nächsten Tagen sorgfältig aus und nutzen die Ergebnisse, um die Ausbildungsinhalte in den nächsten Jahren an den konkreten Bedarf anzupassen. Besonders freut mich aber bereits jetzt, dass die Zusammenarbeit bei allen Übungen zwischen den unterschiedlichen Beteiligten hervorragend funktionierte.“ An dem Ausbildungstag nahmen rund 50 Angehörige aller Feuerwehreinheiten der Stadt Remagen teil. Ein besonderer Dank galt auch dem Personal der Feuerwehreinsatzzentrale, dieses organisierte zusätzlich die Verpflegung für die Einsatzkräfte.
Auch das richtige Verhalten bei einem Gefahrgutunfall wurde eingeübt.
