Verbandsgemeinderat Puderbach tagte
340 Unterschriften für Kindergartenerhalt übergeben
Birgit Klein, neue Rektorin der Grundschule „In der Au“ Raubach, stellte sich vor
Puderbach. Der Verbandsgemeinderat Puderbach hat in seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Daufenbach noch keine Entscheidung zum Kindergarten in Dernbach getroffen. Die Tagesordnung sah einen Sachstandsbericht vor, den Bürgermeister Volker Mendel präsentierte. Etliche Eltern und Erzieherinnen waren zur Puderbacher Verbandsgemeinderatssitzung nach Daufenbach gekommen. Unter Tagesordnungspunkt 15 präsentierte Bürgermeister Volker Mendel einen ausführlichen Sachstandsbericht. Wie bereits berichtet, gab es an dem vor 18 Jahren bezogenen Neubau des Kindergartens immer wieder Feuchteschäden und bei der jetzt vorgesehenen Sanierung waren den Schäden durch Schimmelpilze deutlich höher als angenommen. Die Sanierung dürfte nach ersten Schätzungen circa 150.000 Euro kosten. Ein anderer Faktor ist die derzeitige nicht volle Auslastung der anderen Kindergärten im Puderbacher Land und die demografische Entwicklung. Dies führte zu einer Diskussion über den Fortbestand des Kindergartens Dernbach.
„Ich denke, niemand unter uns wird sich die Entscheidung leicht machen über den Fortbestand, abhängig von hohen Sanierungskosten, beziehungsweise über die Aufgabe einer Kita zu entscheiden. Allzu verständlich und nachvollziehbar auch der Protest der Dernbacher Eltern, Mitbürgerinnen und Mitbürger für den Erhalt ihrer Kita in Dernbach. Gerade die Infoveranstaltung am letzten Montag hat dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Volker Mendel.
340 Unterschriften übergeben
Bevor der Tagesordnungspunkt aufgerufen wurde, übergab Ortsbürgermeister Rudi Becker 340 Unterschriften für den Erhalt des Kindergartens in Dernbach. Die verantwortlichen Ausschüsse, Bauausschuss und der Haupt- und Finanzausschuss werden nochmals zusammenkommen und über Alternativen beraten. Die Entscheidung wird zeitnah fallen, war von Volker Mendel zu hören.
„Wobei ich vielleicht heute schon, ohne die Entscheidung der politischen Gremien vorwegzunehmen, sagen kann, dass man über alle Fraktionen hinweg daran interessiert ist, den Standort Dernbach zu erhalten, wie immer die praktische Umsetzung auch aussehen mag“, erklärte Volker Mendel. Dieser Satz brachte ihm kräftigen Applaus der zahlreichen Zuhörer der Sitzung ein.
Am Dienstag, 12. Mai kommen die Vertreter aus den fünf Kirchspielsgemeinden zusammen. Dies sind die Orte Dernbach, Harschbach, Linkenbach, Niederhofen und Urbach. Das Kirchspiel hat finanzielle Hilfen angeboten. Dieser Vorschlag wird gewichtigen Einfluss auf die endgültige Entscheidung haben. Wenn man die Signale und Diskussionen richtig deutet, dann stehen die Zeichen momentan eher auf Erhalt, als auf Schließung der Dernbacher Einrichtung. Linkenbachs Ortsbürgermeister Achim Hoffmann meinte im Rahmen der Einwohnerfragestunde: „Linkenbacher Kinder gehören zu den Kirchspielkindern und die sollten zusammenbleiben.“
Nachfolgerin vorgestellt
In der Verbandsgemeinderatssitzung stellte sich die neue Rektorin der Grundschule „In der Au“ Raubach den Ratsmitgliedern vor. Birgit Klein wird die Stelle nach den Sommerferien antreten. Die bisherige Rektorin Gudrun Spaniol-Nell war im Januar nach elfeinhalb Jahren in den Ruhestand verabschiedet worden. Die gebürtige Hachenburgerin Birgit Klein besuchte das Martin-Butzer-Gymnasium in Dierdorf und studierte anschließend Pädagogik. Zuletzt war Klein seit 2011 an der Grundschule in Horhausen tätig. Dort ist sie Konrektorin. Birgit Klein berichtete dem Rat von ihren umfangreichen Erfahrungen im Schuldienst, der auch eine ganze Reihe von Sonderaufgaben umfasste. „Ich will allen ein verlässlicher Ansprechpartner sein und pflege einen offenen Umgang. Ich möchte die Schule im Sinne von Frau Spaniol-Nell weiterführen, aber auch klar eigene Akzente setzen“, machte Birgit Klein deutlich. WT
Brigit Klein stellte sich dem Verbandsgemeinderat vor.
