Allgemeine Berichte | 18.05.2018

Die 42 Wehrleute aus Oberraden und Straßenhaus erhalten ein gemeinsames Domizil

Ein Feuerwehrgerätehaus in Traumlage

Erster Spatenstich für einen über 1,6 Millionen Euro teuren, 45 mal 20 Meter großen Neubau

Erster Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus der zusammengeschlossenen Wehren aus Oberraden und Straßenhaus: Aus der gesamten Verbandsgemeinde waren Kommunalpolitiker und Feuerwehrvertreter zum Oberradener Stock gekommen, um das Ereignis gebührend zu feiern.  HEP

Oberraden/Straßenhaus. „Oh Du schöner Westerwald…“, beginnt ein bekanntes Lied. Dem ist zuzustimmen, wenn man die Aussicht vom Oberradener Stock ins Aubachtal und über die Westerwaldhöhen genießt. Hier ein Wohnhaus zu haben, wäre traumhaft. Doch halt: Es ist Außenbereich, und dort ist Bauen streng verboten. Es sei denn, es handelt sich um ein privilegiertes Gebäude, und der Bebauungsplan ist geändert.

Genau das hat die Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf-Waldbreitbach getan, und so gab es jetzt an der B 256,Abzweigung Oberraden den ersten Spatenstich, für ein privilegiertes Gebäude: das Feuerwehrgerätehaus (FWGH) für die Wehr Oberraden-Straßenhaus.

Da die sich erst vor zwei Jahren zusammengeschlossen hat, ist die Wehr derzeit am Ende von Oberraden und in Straßenhaus unterhalb der Polizeidienststelle untergebracht. In nur einem Jahr soll das aber Vergangenheit sein, denn dann, so versprach Architekt Thomas Koch (Rengsdorf), sei das neue FWGH fertig.

Ein guter Auftraggeber

Dass Bauhandwerker kaum zu bekommen sind, will Koch nicht bestätigen: „Bei der Ausschreibung für den Rohbau wurden acht Leistungsverzeichnisse angefordert. Und auch sonst haben wir kein Problem mit Angeboten.“

Und woran liegt das? An dem zentralen Punkt, der über die B 256 leicht zu erreichen ist, und an der Verwaltung, die ein guter Auftraggeber sei, der pünktlich zahlt, ist der Architekt überzeugt.  

Christian Merkelbach, Wehrführer der Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus mit 42 aktiven Mitgliedern, ist angetan von dem Neubau: „Das ist das i-Tüpfelchen auf die Fusion der beiden Feuerwehren. Denn wir haben fünf Fahrzeuge: ein Tanklöschfahrzeug, zwei Mehrzweckfahrzeuge und einen Vorausrüstwagen“, erklärte er.

Hans-Werner Breithausen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach, nannte vor zahlreichen Ortsbürgermeistern aus der Verbandsgemeinde, Beigeordneten, Ratsmitgliedern und Feuerwehrleuten die wichtigsten Zahlen dieses Neubaus: „Die Kostenschätzung für das neue Feuerwehrgerätehaus beläuft sich auf knapp 1,56 Millionen Euro. Nach den ersten Ausschreibungsergebnissen und der aktuellen Konjunkturlage ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Baukosten um circa 20 Prozent erhöhen werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine Festbetragsförderung in Höhe von 440.000 Euro in Aussicht gestellt. Die übrigen Kosten trägt die VG Rengsdorf-Waldbreitbach als Träger des Brandschutzes. Entsprechende Mittel sind im Haushalt 2018 vorgesehen.“

Das neue Gerätehaus erhält fünf Tore und Stellplätze auf insgesamt 370 Quadratmetern. Hinzu kommt ein Funktionstrakt mit Umkleide-, Schulungs- und Technikräumen sowie Werkstatt und Toiletten. Die Gesamtgröße beträgt 45 mal 20 Meter. Insgesamt wird eine Fläche von 2750 Quadratmetern für Zufahrten, Wege, Stellflächen und Waschplatz befestigt.

Übrigens wurden bei der Planung des Gebäudes die Wünsche und Anregungen von Verbandsgemeinde-Wehrleiter Peter Schäfer und Wehrführer Christian Merkelbach mit berücksichtigt.

Diese beiden, Bürgermeister Breithausen und Architekt Thomas Koch machten dann symbolisch den ersten Spatenstich, indem sie mit einem echten Spaten die Erde hochwarfen.

Dass dieses Ereignis gefeiert werden muss, ist klar. Und so hatten die Bauleute eine Art Terrasse für Festzeltgarnituren angelegt. „Die müsste für die Wehrleute erhalten bleiben, und die tolle Aussicht dürfte nicht durch das Gerätehaus zugebaut werden“, scherzte ein Floriansjünger beim Löschen mit „Leichtschaum“. HEP

Verbandsgemeindebürgermeister Hans-Werner Breithausen (links) freute sich, als Architekt Thomas Koch versicherte, dass das neue Domizil der Wehr in einem Jahr fertig sei.

Verbandsgemeindebürgermeister Hans-Werner Breithausen (links) freute sich, als Architekt Thomas Koch versicherte, dass das neue Domizil der Wehr in einem Jahr fertig sei.

Eine kleine Terrasse mit traumhafter Aussicht und Festzeltgarnituren wurde für die Spatenstichfeier angelegt.

Eine kleine Terrasse mit traumhafter Aussicht und Festzeltgarnituren wurde für die Spatenstichfeier angelegt.

Spaß beim ersten Spatenstich hatten nicht (von links) Bürgermeister Hans-Werner Breithausen, Wehrführer Christian Merkelbach, Wehrleiter Peter Schäfer und Architekt Thomas Koch, sondern auch die Zuschauer.

Spaß beim ersten Spatenstich hatten nicht (von links) Bürgermeister Hans-Werner Breithausen, Wehrführer Christian Merkelbach, Wehrleiter Peter Schäfer und Architekt Thomas Koch, sondern auch die Zuschauer.

Erster Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus der zusammengeschlossenen Wehren aus Oberraden und Straßenhaus: Aus der gesamten Verbandsgemeinde waren Kommunalpolitiker und Feuerwehrvertreter zum Oberradener Stock gekommen, um das Ereignis gebührend zu feiern. Fotos: HEP

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
China Wellness Massage
Gitarrren Unterricht in Lonnig (2+1 Aktion)
Titel
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, August 2026
Titel-Anzeige
Titelanzeige
Weinfest in Walporzheim
Empfohlene Artikel
Die gesunkenen Wasserstände und hohe Verdunstungsraten, an denen auch der bislang einsetzende Regen bis jetzt nichts Wesentliches ändert, haben gravierend negative Auswirkungen auf alle Pflanzen und Tiere.
11

Kreis Neuwied. Aus der anhaltenden Trockenheit bzw. dem bei weitem nicht ausreichenden Niederschlag hat die Untere Wasserbehörde die Konsequenz gezogen. Konkret bedeutet dies, dass die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern im Landkreis Neuwied bis auf weiteres verboten ist.

Weiterlesen

Ob rasante Fahrt im Breakdancer oder doch lieber ein ruhigeres Vergnügen beim Entenangeln – die Kirmes in Sinzig hatte für jeden Geschmack etwas zu bieten.
17

Die traditionelle Sinziger Kirmes hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt gelockt. Vier Tage lang wurde gemeinsam gefeiert, gefahren und die lange Kirmestradition der Stadt gepflegt. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogalerie im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Niederhutstraße in Ahrweiler. Foto: ROB
1068

Nach den umfassenden Arbeiten nach der Flut lädt die Stadt zu einem großen Fest ein

03.09.: Ahrweiler: Niederhutstraße wird feierlich wiedereröffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Anlässlich des vorläufigen Abschlusses der Wiederaufbauarbeiten und der Wiedereröffnung der Niederhutstraße im Zentrum von Ahrweiler laden die Stadtverwaltung sowie die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft am Donnerstag, 3. September, von 17 bis 21 Uhr zu einem Eröffnungsfest ein. Die Veranstaltung findet zeitgleich mit dem Shopping-Genuss-Abend statt.

Weiterlesen