Bündnis 90/Die Grünen Puderbach
Kita-Standort Dernbach muss bleiben
Alternativen sind möglich
Puderbach. Die Wellen der Empörung schlagen hoch in diesen Tagen in Dernbach, denn nach Überlegungen der Verbandsgemeinde könnte die durch ein schadhaftes Dach und Schimmel belastete Kita geschlossen und die Dernbacher Kinder künftig der Urbacher Kita zugeteilt werden.
Der Ortsverband Puderbach von Bündnis 90/Die Grünen hält dies für sehr kurzsichtig und fordert ein klares Ja zum Kita-Standort Dernbach.
„Ich kann nicht verstehen, warum eine Gemeinde mit über 1.000 Einwohnern und einem großen Gewerbegebiet zukünftig ohne Kita auskommen soll“, wundert sich Ortsverbands-Sprecher Markus Erdmann und ergänzt: „Natürlich erscheint eine Schließung des bisherigen Kita-Gebäudes begründet, wenn man Kosten und Nutzen ins Verhältnis setzt und wir unseren Kindern und Enkeln nicht noch mehr Schulden hinterlassen wollen. Die Verwaltung und der Verbandsbürgermeister denken aber zu kurz, wenn sie als Begründung den demografischen Wandel auf dem Land anführen. Es kann nicht sein, dass attraktive Ortsgemeinden durch solche Planungen geschwächt werden. Ziel muss es vielmehr sein, die Infrastruktur zu stützen!“
Das kann Ortsverbands-Sprecherin Sonja Daniels aus Dernbach nur bestätigen: „Wenn das jetzige Gebäude tatsächlich nicht zu retten ist, gäbe es im Ort durchaus Räumlichkeiten, die für eine Kita genutzt werden könnten, zumal ein Teil der bisherigen Einrichtung ebenfalls weiterhin verwendbar wäre. Und sollten sich die Kinderzahlen in der Verbandsgemeinde dann wirklich bis 2018 so reduzieren, wie es die Verwaltung prognostiziert, könnten die Kitas zu diesem Zeitpunkt erneut auf den Prüfstand kommen, Dernbach müsste aber nicht heute schon geschlossen werden. Wir sind froh, dass das Kirchspiel Urbach angekündigt hat, eine finanzielle Unterstützung zu leisten, und sehen das als gute Chance für den Erhalt der Kita.“
Helmut Hellwig, für Bündnis 90/Die Grünen im Verbandsgemeinderat Puderbach, akzeptiert zwar, dass es Gründe gibt, die bisherige Kita nicht weiter zu nutzen, merkt jedoch an: „Dies kann nicht automatisch zu einer Schließung des Kita-Standortes führen. Eine Kita im Ort stellt einen hohen Wert für die Familien einer Gemeinde dar. Es ist deshalb die erste Aufgabe der Verbandsgemeinde, konzeptionelle und finanzielle Möglichkeiten zu suchen, jeden Kita-Standort zu erhalten.“
