In der Verbandsgemeinde Puderbach geht es dem indischen Springkraut parteiübergreifend an den Kragen
Schüler gingen mit gutem Beispiel voran
Puderbach. Dem indischen Springkraut, eine Pflanze, die wegen ihrer hohen Samenproduktion die heimischen Pflanzenarten sehr schnell verdrängt, geht es in diesem Jahr in der Verbandsgemeinde Puderbach parteiübergreifend an den Kragen. Alle im Verbandsgemeinderat vertretenen Parteien informierten am vergangenen Samstag mit Flyern im Bereich der Einkaufsstätten an der Urbacher Straße die Bevölkerung über die Problematik des indischen Springkrauts und warben für Unterstützung bei der Bekämpfung.
Wer das indische Springkraut sieht, kann kaum glauben, dass eine derart schöne Pflanze mit üppiger Blütenpracht der heimischen Flora solche Probleme bereitet. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es als Zierpflanze aus dem Himalaya-Gebiet zu uns. Die Samen des Springkrauts, daher der Name, werden bei erblühten Pflanzen bis zu sieben Meter aus der Frucht hinausgeschleudert und sind schwimmfähig. So verbreitet sich das indische Springkraut rasant und besetzt an Bächen, Flüssen und in Wäldern große Flächen, auf denen heimische Pflanzenarten keine Chance mehr haben. Bereits im vergangenen Jahr organisierten sich in Puderbach deshalb freiwillige Helfer, um die Bestände am Holzbach, an den Nebenbächen und in den Wäldern zu entfernen. „Es ist wichtig, das indische Springkraut zu roden, bevor es blüht und sich die Samenstände verbreiten können“, erläutert Ortsbürgermeister Manfred Pees.
Die Blütezeit der Pflanze ist von Juli bis September. „Viele Bürger sind nicht informiert über die Gefahren, die diese Pflanze für unsere heimische Pflanzen- und damit auch für die Tierwelt birgt und halten sie für eine hübsche Blühpflanze. Deshalb ist es uns ein Anliegen, parteiübergreifend die Bürger über das indische Springkraut zu informieren und die Bevölkerung um Mithilfe bei der Entfernung zu bitten“, betont Ortsbürgermeister Pees. Die Realschule plus in Puderbach ging bereits mit gutem Beispiel voran: Die Klasse 9c beseitigte unter der Leitung von Revierförster Rainer Kuhl und Ratsmitglied Hartwig Kaulbach mit ihren Lehrerinnen und Lehrern auf einer großen Waldfläche zwischen Puderbach und Raubach das indische Springkraut und leistete so ihren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Verbandsgemeinde. Einzelpersonen, Gruppen und Vereine, die bei der Entfernung des Springkrauts behilflich sein möchten, können sich bei der Verbandsgemeinde-Verwaltung unter Tel. (0 26 84) 85 83 04 bei Stephan Hoffmann melden.
Hajo Jordan erklärt einem Bürger die Aktion.
