Allgemeine Berichte | 04.05.2026, 22:26 Uhr

Roßbach informierte für den Krisenfall

Schwerpunktthema Hochwasser- und Katastrophenschutz bei der Einwohnerversammlung

Die Wiedhalle war nicht nur Tagungsort der Einwohnerversammlung. Hier feierte man im vergangenen Jahr auch eine erfolgreiche Festfolge anlässlich des 50. Jubiläums und sie war Gegenstand einer Hochwassersimulation durch BKI Holger Kurz.
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Roßbach. Zahlreiche Berichte und Informationen erhielten Roßbacher Bürger bei der diesjährigen Einwohnerversammlung in der „Wiedhalle“. Im Rahmen des informativen Abends kristallisierten sich neben Aktuellem aus der Gemeindepolitik der Hochwasser- und der Katastrophenschutz als Schwerpunktthemen heraus. Dazu informierten Landrat Achim Hallerbach, Bürgermeister Pierre Fischer, Holger Kurz, Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur des Kreises Neuwied (BKI), Wehrleiter Peter Schäfer sowie Ortsbürgermeister Thomas Boden.

Thomas Boden machte den Aufschlag mit einem stichwortartigen Überblick über Aktuelles aus der Gemeinde. Nach einem Überblick über die angespannte Haushaltslage, berichtete er über Erreichtes und Geplantes in der Gemeinde. Hier durfte natürlich die erfolgreiche Fertigstellung der Kindertagesstätte „Im Zwergenreich“, ebenso wenig fehlen wie die Veranstaltungsreihe „50 Jahre Wiedhalle“. Des Weiteren wurde über Aktuelles zum Campingplatz und den Verkauf von Grundstücken „Auf´m Scheuerchens Kopf“ berichtet. Viele Maßnahmen zur Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur wie der Shop „Nah Super“, der Glasfaserausbau oder der Beginn der Sanierung von Landesstraßen rund um Roßbach waren ebenfalls Thema. Als nächster großer Investitionsschwerpunkt steht die Sanierung des Kunstrasenplatzes im Sportzentrum an. Hier hat die Gemeinde vom Bund die Zusage über den höchstmöglichen Zuschuss erhalten.

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Bürgermeister Pierre Fischer stand das Hochwasserschutzkonzept der Verbandsgemeinde und die daraus resultierenden Hochwasserschutzmaßnahmen in der Gemeinde Roßbach. Als einen der Schwerpunkte nannte er hierbei die Investitionen im Bereich der Masbach. Hier stehen noch weitere Untersuchungen hinsichtlich geeigneter Abwehrmaßnahmen an.

Welchen Einsatz die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach im Rahmen des Hochwasserschutzes leisten, machte Wehrleiter Peter Schäfer deutlich. Er betonte aber auch die Eigenverantwortlichkeit der Bürger für ihre jeweiligen Grundstücke.

Auch Landrat Achim Hallerbach und BKI Holger Kurz betonten in ihren Beiträgen den notwenigen Eigenschutz der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Hochwasser- und Katastrophenschutzes. Holger Kurz erläuterte in seinem Vortrag die Hochwasservorhersage an Hand der Pegelstände der Wied in Seelbach, Neustadt, Oberhoppen und Friedrichstal. In seinem Vortrag simulierte und visualisierte er Gefahren durch Sturzfluten und Flusshochwasser in Roßbach am Beispiel der Wiedhalle.

Landrat Achim Hallerbach machte wiederum deutlich, welche erheblichen Investitionen der Landkreis im Rahmen des Brand- und Katastrophenschutzes tätigt. Katastrophenschutz im Landkreis Neuwied erstrecke sich nicht nur auf Hochwassergefahren. So arbeite man beispielsweise mit dem Landkreis Altenkirchen an dem Aufbau einer gegenseitigen Wassernotversorgung, damit bei Ausfall einer Wasserquelle oder technischen Störungen im Engerser Feld die Wasserversorgung im Landkreis gewährleistet bleibt.

Der abschließende Dank galt vor allem den Ehrenamtlichen Kräften der Schnelleinsatzgruppen, getragen vom DRK und dem Malteser Hilfsdienst, sowie 58 örtliche Feuerwehreinheiten mit rund 1.500 ehrenamtlichen Kräften.

Die Wiedhalle war nicht nur Tagungsort der Einwohnerversammlung. Hier feierte man im vergangenen Jahr auch eine erfolgreiche Festfolge anlässlich des 50. Jubiläums und sie war Gegenstand einer Hochwassersimulation durch BKI Holger Kurz. Foto: Thomas Boden

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