Umweltausschuss des Kreises Neuwied informiert
Umweltschutz ja - aber bitte nicht nach Feierabend?
Region. Am 5. Juni traten bei einem Unfall in der Nähe der Ortslage Neitzert wassergefährdende Stoffe aus, die ein Fischsterben im Wambach verursacht haben. Nach einem Bericht der Verbandsgemeindeverwaltung Puderbach war mehrere Stunden kein Verantwortlicher der Unteren Wasserbehörde erreichbar, da der Unfall nach Dienstschluss am Freitagnachmittag bekannt wurde. Dies wollte DIE LINKE nicht auf sich beruhen lassen. Dr. Daniela Menzel, Mitglied im Umweltausschuss des Kreises Neuwied, erklärt hierzu: „Unfälle geschehen nun einmal nicht nach Dienstplan. Ich habe deswegen mit einer Anfrage im Umweltausschuss klären lassen, dass es in der Tat keinen fachlichen Notdienst außerhalb der Dienstzeiten, sondern nur eine Zufallsbereitschaft gibt. Nach Auskunft der Verwaltung ist die Einrichtung eines fachlichen Notdienstes nicht zuletzt eine finanzielle Frage. Die Verwaltung hat zugesagt, dass sie prüfen und berichten wird, wie ein fachlicher Notdienst sichergestellt werden kann, ohne allzu große Kosten zu verursachen. Dies ist meiner Meinung nach auch dringend erforderlich: Der Kreis Neuwied ist mit seinen zahlreichen Verkehrswegen zu Wasser, zu Lande und in der Luft unbestreitbar Risiken ausgesetzt. Die Menschen und die Umwelt haben ein Recht darauf, dass im Falle eines Unglücks schnell und sachgerecht reagiert wird. Das kann und darf nicht daran scheitern, dass das dazu erforderliche Geld fehlt. DIE LINKE wird mit Nachdruck darauf bestehen, dass ein fachlich kompetenter Notdienst eingerichtet wird, der im Fall des Falles schnell und angemessen reagieren kann. Ich freue mich sehr, dass der Ausschuss sich dieser Ansicht angeschlossen hat. Nun ist die Verwaltung am Zuge, praktikable Vorschläge zu machen“.
Pressemitteilung
Umweltausschuss
des Kreises Neuwied
