Allgemeine Berichte | 28.01.2015

Karnevalistische Stimmung im Kaisersaal in Rhens am Rhein

Narrenspaß und fröhlich sein

Der Elferrat der KG Närrische Elf verfolgte von der Bühne aus das Geschehen im Saal. -EP-

Rhens. „Lasst uns feiern, trinken, lachen, schunkeln und den ganzen Saal in Stimmung bringen. Darum stimmt jetzt alle ein, ob Mann ob Frau, der Rhäser Fassenacht Helau“! Das ließ sich die Narrenschar nicht zweimal sagen! Circa 300 Gäste waren in den Kaisersaal zur ersten Kappensitzung der KG Närrische Elf 1925 e. V. in dieser Session gekommen. Und die große Narrenschau hatte es in sich, verbreitete einen Abend lang eine Riesenstimmung. Nach dem Einzug des Elferrates begrüßten Paul Ott und Guido Schultes die Gäste: „Met dreimo kräftich Rhäs helau zu usrer gruße Narrenschau!“ In langen Versen, perfekt gereimt, lieferten sich einen Dialog, der gleich Stimmung in den Saal brachte. Da kam manches aus dem Rhenser Leben zur Sprache, was für schallendes Gelächter und viel Beifall sorgte. Auch für die neue Verbandsgemeinde Rhein-Mosel fanden sie Gereimtes: „Rhein-Mosel heißt jetzt dat Konstrukt, dat ma uns für die Nas gehuckt. Ma hat uns domit überrollt. Den Schess den hon mir net gewollt. Die Unnermosel hat gewonne, uns einfach met dazo bekomme. Un mir sen für die, son ich barsch, quasi e Pickelche am Arsch!“ Schelte bekam auch der Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld: „Dä Bürgermeister micht kein Mucke, kömmt net mol unser Sitzung gucke!“ Am Ende hieß es aber: „Un jeder von uns, dat moß sein, ob Hunsrück, Mussel oder Rhein, werd öm dä Knode jetzt ze löse, off dä anna zo giehn möße!“ Dann gaben Paul Ott und Guido Schultes die Bühne frei für eine Reise um die Welt. Die hatte sich die Kindertanzgruppe ausgedacht und sich mit Kostümen geschmückt, deren Stoff mit der Welt bedruckt war. Zwölf Mädels und ein Junge begeisterten mit ihrem flotten Tanz und waren einfach süß an zu sehen.

Erster Redner des Abends war der Protokollchef Hans Otto

Die erste Büttenrede des Abends hielt der Protokollchef der KG Hans Ott. Seine Büttenrede war brillant, witzig und manchmal bissig. So mancher bekam einen Hieb versetzt, Lokales, die Fußball-Weltmeisterschaft und die Verbandsgemeindewahl waren ein Thema, selbst die Presse blieb nicht verschont. Aber das ist „Fassenacht“ und Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Der Protokoller riet der Narrenschar: „Willst du Spaß, willst du fröhlich sein, dann komm zu uns nach Rhäs am Rhein!“ und wünschte sich „Das Ihr euch nie vor Beifall scheut, für uns ist das die größte Freud!“

Emotional waren die Ehrungen für zwei Menschen, die fünfzig Jahre aktiv und engagiert geholfen haben, dass die Närrinnen und Narren etwas zu lachen hatten. Kurt Douverne und Hermann Josef Breidbach wurden mit dem Büttenmarsch empfangen und erhielten Orden, Urkunde und die Ehrenmitgliedschaft in der KG Närrische Elf.

Dann zog das Kinderfunkentanzcorps in den Kaisersaal. „Village People for Garde“ so der Name ihres Tanzes, mit dem sie die Bühne mit Leben füllten und eindrucksvoll zeigten, was sie wochenlang geprobt hatten. Einfach war das Proben nicht, bekannten die Kinder und bezeichneten sich selbst als Rasselbande, als sie sich bei ihren Trainerinnen Mirjam Lief und Bettina Wilhelm für deren Geduld mit einem Geschenk bedankten. Mit der nächsten Truppe wurde es närrisch märchenhaft. Zwei hässliche Geschwister, eine gute Fee, das Aschenbrödel, ein Traumprinz und die Erzählerin brachten mit ihrem Auftritt das Publikum außer Rand und Band, schallendes Gelächter breitete sich im Kaisersaal aus. Als „Büttensäugling“ bezeichnete Paul Ott die Büttenrednerin Theresa Frickel. Ihre ausgezeichnete, humorvolle und charmante Büttenrede ließ die Narrenschar toben. Eine Wette im vergangenen Jahr war „schuld“ an ihrem Auftritt: „Dat Bier stieg zu Kopp, ich hat die Lamp an, wat hat ich us nur angetan?“ erklärte sie und berichtete über die letzten Wochen, in denen sie immer wieder mit der Frage konfrontiert wurde: „Wie weit biste dann!“ Zum Schluss litt sie unter „KG Verfolgungswahn“ und resümierte schmunzelnd: „Tut so, als hätt et die Wett net gegebe, so kann ich wieder in Friede lebe!“ Ein Lied der „Höhner“ präsentierte die Gesangsgruppe um Ruth Rausch. Bei „Steh auf mach laut“ hielt es die Narrenschar nicht mehr auf den Stühlen, die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt.

Einmarsch von Kinderprinzessin Carolin I. mit Gefolge

Souverän und frech war die Rede der Kinderprinzessin Carolin I. von den Tanzmäusen und den Pagen Eva und Sophie: „Die Große müsse jetzt die Klappe halte, jetzt regieren wir die Alte.“ Begleitet wurden sie von den Möhnen vom Scharfen Turm. Die kleine Prinzessin ist auch Messdienerin, so ließ es sich Pastor Stephan Feldhausen nicht nehmen, sich lobend über sie zu äußern und sie zu beschenken. Aus den Händen der Kinderprinzessin erhielten Guido Schultes und Paul Ott einen närrischen Orden. Ohne Pause ging es weiter im Programm, auf die Jugendtanzgruppe „The Happenings“ mit ihrem Tanz „Musical Tarzan“ folgte Guido Schultes, der über „Aktuelles aus Rhens“ berichtete. Für einen Schunkler sorgte das „Duo Raindrops“, dass für die musikalische Untermalung der Kappensitzung verantwortlich war. Mit ihrem Tanz auf ein Medley von Michael Jackson begeisterten die Mitglieder des Funkentanzcorps. Einen Haufen lustiger Geschichten hatten Franz-Josef Theis und Paul Ott zu erzählen. Für brüllendes Lachen sorgte das Männerballett 2015. Neun Tänzer präsentierten „schöne Frauen mit Eleganz“.

Die Narretei neigte sich dem Ende zu. Guido Schultes und Paul Ott bedankten sich bei allen Mitwirkenden vor und hinter der Bühne: „Die Sitzung die war wunderschön, wir Narren sagen Dankeschön, eine Abend voller Narretei geht leider viel zu schnell vorbei.“ Doch der Karneval ist für die KG Närrische Elf (www.naerrische-elf.de) noch lange nicht vorbei. Sie machen Stimmung am 31. Januar mit der 2. Kappensitzung im Kaisersaal, am 8. Februar mit der Kinder- und Jugendkappensitzung, mit dem Möhnenumzug an Schwerdonnerstag am 12. Februar und dem Karnevalszumzug am 15.Februar in Spay. „So wird Fassenacht ein Hit, ein Knaller eine Riesenschau mit einem dreifachen Helau!“

Der Elferrat der KG Närrische Elf verfolgte von der Bühne aus das Geschehen im Saal. -EP-
Souverän und frech war der Auftritt der Kinderprinzessin Carolin I. von den Tanzmäusen und ihren Pagen Eva und Sophie.

Souverän und frech war der Auftritt der Kinderprinzessin Carolin I. von den Tanzmäusen und ihren Pagen Eva und Sophie.

„Village People for Garde“ hieß der Tanz des Kinderfunkentanzcorps, mit dem sie eindrucksvoll zeigten, was sie in den letzten Wochen geprobt hatten.

„Village People for Garde“ hieß der Tanz des Kinderfunkentanzcorps, mit dem sie eindrucksvoll zeigten, was sie in den letzten Wochen geprobt hatten.

Kurt Douverne erhielt für seine 50-jährige Mitgliedschaft einen Orden, eine Urkunde und die Ehrenmitgliedschaft in der KG Närrische Elf.

Kurt Douverne erhielt für seine 50-jährige Mitgliedschaft einen Orden, eine Urkunde und die Ehrenmitgliedschaft in der KG Närrische Elf.

Der Elferrat der KG Närrische Elf verfolgte von der Bühne aus das Geschehen im Saal. Fotos: -EP-

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