Kita-Bauverzug Kobern
Verzögerungen beim U3-Bereich der Kita Tatzelwurm in Kobern – FWG fordert Aufklärung
aus Kobern-Gondorf
Kobern. Wann ist der U3-Bereich der Kindertagesstätte Tatzelwurm in Kobern endlich fertiggestellt? Diese Frage stellen sich mittlerweile nicht nur betroffene Eltern, Anwohner und das Erzieherteam der Einrichtung, sondern auch die Ratsmitglieder der FWG Kobern-Gondorf-Dreckenach.
Die Chronologie der Verschiebungen spricht für sich:
Ende 2025: Ursprüngliches Ziel
Ende April 2026: Erste Korrektur
September 2026: Zweite Korrektur
Aktuell (31.08.2026): Termin erneut abgesagt, neuer Bauzeitenplan in Arbeit
Dabei war das Thema Kita Tatzelwurm Gegenstand fast jeder Ratssitzung. Der Rat fällte eine Vielzahl von Beschlüssen und stattete den Bürgermeister sogar mit Ermächtigungen aus, um Beschaffungen zu beschleunigen und keine weitere Zeit zu verlieren.
Für die FWG sind die Ursachen für diese massiven Verzögerungen bis heute unverständlich. In den Sitzungsprotokollen finden sich dazu kaum nachvollziehbare Angaben. Erst auf wiederholtes Drängen des Rates erschienen im Juni und Juli Architekten, Fachplaner sowie ein Vertreter der Verbandsgemeinde in der Ratssitzung. Das Auftreten hinterließ jedoch viele offene Fragen: Zentrale Punkte konnten nicht beantwortet werden, und Rückmeldungen stehen teilweise bis heute aus.
Trotz der dünnen Informationslage verdichtet sich der Eindruck, dass fachliche Versäumnisse – insbesondere im Bereich des Baucontrollings – vorliegen.
„Wir brauchen hier endlich transparente Antworten und eine verlässliche Steuerung“, betont der FWG-Fraktionsvorsitzende Bernd Sauer. „Es geht uns nicht darum, einen Schuldigen an den Pranger zu stellen. Wir müssen aber die Versäumnisse lückenlos aufarbeiten und einen klaren ‚Lessons Learned‘-Prozess anstoßen, damit wir aus diesen Fehlern für kommende Projekte lernen.“
Die FWG wird sich konsequent für diese Aufarbeitung einsetzen – auch weil durch die Verzögerungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzliche Kosten entstanden sind, die letztlich an der Ortsgemeinde und damit an den Bürgerinnen und Bürgern hängen bleiben.
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Dauerbaustelle „Am Kehr“ Foto: FWG Kobern-Gondorf-Dreckenach