Reinigungsaktion der Rheinbacher Grünen
Rheinbacher Bahnhof ist nun etwas sauberer – aber wie lange?
Bürger beseitigten mit den Grünen fünf Säcke voll Müll vom Bahnhofsgelände
Rheinbach. Anlässlich des internationalen Küstenreinigungstages hatten die Rheinbacher Grünen am Samstag von 11 bis 13 Uhr zur Müllbeseitigung am Rheinbacher Bahnhof eingeladen. Die Stadt hatte Müllpicker und -säcke bereitgestellt und am Ende waren es acht Personen, die fleißig damit die Abfälle aufsammelten und entsorgten: neben den Grünen Stadträten Heribert Schiebener und Joachim Schollmeyer, der stellvertretenden OV-Vorsitzenden Deborah Rupprecht und Ausschussmitglied Doris Kübler noch zwei ältere Damen und Dieter Huth, Fraktionsvorsitzender der UWG im Rat, mit seiner Frau. So war die Aktion zumindest parteiübergreifend und von Bürgerinnen unterstützt: Wünschenswert wäre natürlich eine stärkere Beteiligung als nur ein Zwölftel des Rates gewesen und mehr männliche Repräsentanten der Bürgerschaft.
„Es hätten gerne ein paar mehr interessierte Müllsammler kommen können, aber ich freue mich über jene, die gekommen sind und mitgeholfen haben“, sagte dazu Deborah Rupprecht. Sie hatte die Idee zu der Aktion und war auch bei der Organisation die treibende Kraft. Aber auch die kleine Truppe war sehr erfolgreich und konnte zum Schluss fünf gefüllte Müllsäcke abtransportieren. Leider blieb trotzdem noch reichlich Abfall auf den Bahnsteigen und den Zugängen übrig und vor allem die Gleise und die von der Deutschen Bahn gesperrten Bereiche sind noch immer kleine Müllabladeplätze. Hier ist jedoch die Bahn gefragt und die hat, wie erst kürzlich der Presse zu entnehmen war, nicht nur in Rheinbach Probleme mit dem Zustand der Bahnhöfe.
Zigaretten, Kaugummis und ein kleines bisschen Geld
Bemerkenswert war, was so alles in der Bahnhofsumgebung weggeworfen wurde: Neben Fahrradschließkabeln, Verpackungsmüll und Fast-Food-Behältern waren es vor allem Tausende Zigarettenkippen und festgetretene Kaugummis, die oft in den Lücken zwischen den Pflastersteinen gelandet und nicht einfach zu entfernen waren – und sogar drei Cent waren als Entlohnung für die Müllsammler vorausschauend auf dem Bahnsteig hinterlegt worden. „Auffällig sind die vielen Dinge, die die Raucher übrig gelassen hatten, nicht nur Kippen, auch viele Zigaretten- oder Tabakpackungen“, stellte Heribert Schiebener fest und Deborah Rupprecht pflichtete ihm da bei: „Es ist erstaunlich, wie viele Zigarettenkippen herumliegen. Aber nicht aller Müll ist weggeworfen oder einfach fallen gelassen worden, weil gerade kein Behälter in der Nähe ist. Teilweise ist es auch Abfall, der aus den nur selten geleerten Mülleimern fällt oder, von woanders herangeweht, im Böschungsgrün hängen bleibt. Zum Glück finden sich am Bahnhof (noch) keine Spritzen oder, wie an anderen Stellen im Stadtgebiet, tierische Hinterlassenschaften.“
Letztendlich hat die Betätigung aber allen Spaß gemacht: Sie war stressfrei und hatte fast einen meditativen Charakter. „Das war eine lohnenswerte Aktion, sie sollte wiederholt werden, auch mal andere Orte als Schwerpunkt auswählen, und vielleicht auch die Anwohner zum Mitmachen einladen“, meinte Heribert Schiebener. „So ein Aktionstag unter dem Motto 'Rheinbach reinigt’ einmal pro Quartal wäre eine gute Sache – und das muss sich auch nicht auf den Bahnhof beschränken“, ergänzte Joachim Schollmeyer.
Und natürlich wäre eine stärkere Beteiligung wünschenswert. Vielleicht lassen sich sogar die vielen ausländischen Gäste, die Rheinbach zurzeit beherbergt, dazu motivieren, sich im Interesse der Gemeinde freiwillig zu beteiligen und so soziales Engagement zu zeigen. Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen
OV Rheinbach
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