FDP Sinzig:
– Zirkus oder nicht Zirkus – der Bürger soll die Wahl haben!
Sinzig. Mit Verwunderung haben viele Sinziger Bürger durch die Zeitungen erfahren, dass es vorerst keine Zirkus-Gastspiele in Sinzig mehr geben wird. Nach Aussage der Stadtverwaltung soll das Stadtmarketing neu ausgerichtet werden, weshalb auf Projekte der Vergangenheit, wie zum Beispiel Zirkusveranstaltungen verzichtet wird. Zudem sei eine Übersättigung der Bevölkerung vorhanden, sodass man mit dem Verbot möglichem Verdruss und etwaiger Beschwerden vorgreifen möchte.
Dies ist für die FDP nicht nachvollziehbar.
„Ein Gastspiel eines renommierten Zirkusunternehmens pro Jahr ist eine Erweiterung des kulturellen Angebotes unserer Stadt. Ob die Bürger einen Zirkus wollen, sieht man dann an den Besuchszahlen. Diese waren offenkundig in der Vergangenheit so gut, dass der Zirkus wiederkommen will“, begründet Brigitte Schmickler, die als Ortsvorsteherin der Kernstadt kandidiert.
„Die Stadtverwaltung fälle eine Entscheidung über die Köpfe der Sinziger Bürger hinweg, anstatt den Sinzigern die freie Wahl über einen Zirkusbesuch und damit zur Nutzung des kulturellen Angebotes zu überlassen“, verdeutlicht Hagen Hoppe. „Die Bürger sollten selbst entscheiden können, ob sie in den Zirkus gehen,“ bekräftigt der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber. Die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinheuer verweist auch darauf, dass auf der Grafschaft der gleiche Zirkus problemlos seine Vorstellungen durchführen könne. „Es klingt nach vorauseilendem Gehorsam, wenn die Stadtverwaltung Verdruss und Beschwerden vorbeugen möchte. Diese sind aus Sicht der FDP in Sinzig bisher weder erfolgt noch zu befürchten,“ erklärt Roderich Graf von Spee. Auch eine Übersättigung können die Liberalen nicht feststellen und fragen sich, auf welcher Grundlage die Stadtverwaltung überhaupt zu dieser Einschätzung kommt.
Grundsätzlich begrüßen die Sinziger Liberalen ein neues Marketingkonzept der Stadt Sinzig. Ob es jedoch bis zur endgültigen Erarbeitung dieses Konzeptes, seiner Diskussion und dem Beschluss in den entsprechenden städtischen Gremien erforderlich ist, auf liebgewonnene Projekte der Vergangenheit zu verzichten und die Bürger dadurch zu bevormundenden, sei mehr als fraglich.
Pressemitteilung der FDP
