Barbarossaschule Sinzig feiert Verabschiedung
22 Jahre an der Barbarossaschule
Bettina Rekate in den Ruhestand verabschiedet
Sinzig. Großer Bahnhof für ein Stück Urgestein der Sinziger Schullandschaft: 22 Jahre lang war Bettina Rekate an der Sinziger Barbarossaschule tätig und 19 Jahre lang deren Chefin. Sie wurde in einer Feierstunde im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, den Schulleiterkollegen aus der Region und von Eltern und Schülern in den Ruhestand verabschiedet.
„Scholl ist out - forever, nach 40 Jahren im aktiven Schuldienst“ hatte das Motto der Feier gelautet. Darin leicht versteckt die Andeutung, dass es sich ja um eine doppelte Feierstunde handelte. Denn Regierungsschuldirektor Alfred Schmidt hatte nicht nur die „Ruhestandsurkunde“ dabei, sondern auch jene für das 40-jährige Dienstjubiläum, das Rekate bereits am 1. Juni feiern konnte.
An Schmidt war es auch, den beruflichen Werdegang der scheidenden Schulleiterin noch einmal Revue passieren zu lassen. Nach dem Abitur am damaligen Clara-Schumann Mädchengymnasium Bonn studierte sie auf Lehramt in den Fächern Englisch, Physik und Mathematik an der Pädagogischen Hochschule in Bonn. Dem ersten Staatsexamen 1972 folgte das zweite Staatsexamen im Jahr 1974. Ihre erste Lehrerstelle trat sie in Arnsbeck in Nordrhein-Westfalen an. Zum 1. August 1981 wechselte sie nach Rheinland-Pfalz zur Hauptschule nach Adenau und arbeitet dann von 1981 bis 1991 an der Realschule in Remagen. Im Jahr 1991 wechselte Rekate zur damaligen Hauptschule in Sinzig, deren Chefin sie 1994 wurde.
„Sie haben diese Schule maßgeblich mitgestaltet“, lobte Schmidt den Einsatz.
„Sie hatten wahrlich keinen ruhigen Job“, gab es auch ein großes Dankeschön von Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger vonseiten des Schulträgers. Denn als Rekate 1994 die Leitung der heutigen Barbarossaschule übernahm, war dies noch eine ganz normale Hauptschule. Es folgte der Wandel zur Regionalen Schule im Jahr 2002 und später der Umbau zur Realschule plus. Der Umbau war in Sinzig dabei wörtlich zunehmen. Denn mit 6,2 Millionen Euro, der größten Einzelinvestition in der Geschichte der Stadt Sinzig, wurde das Schulgebäude saniert und erheblich erweitert. „Und dies erforderte im laufenden Schulbetrieb reichlich Organisation und Improvisation“, wie Kroeger den Zusatzjob der „Bauaufsicht“ umschrieb.
„Frau Rekate geht heute in Pension, sie mag jedes Kind“, hatte der Chor der Klassen fünf und sechs zu Anfang der Feierstunde gesungen. Und gerade in den flotten und teils witzig-besinnlichen Musikbeiträgen der Schüler und Lehrer wurde deutlich, wie beliebt die scheidende Schulleiterin ist. Gerade bei den Musikbeiträgen hatten sich die Schüler mächtig ins Zeug gelegt und boten viel hörenswerte Eigenproduktionen.
Dankworte gab es auch von Kreisbeigeordneten Fritz Langenhorst, dem Chef des benachbarten Rhein-Gymnasium Dieter Lehmann, der für die Sinziger Schuleiter sprach, sowie vom Elternbeirat, dem Förderverein und natürlich den beiden Schülersprecherinnen Merve Aydogdu und Elisabeth Schmidt.
Bei aller Leichtigkeit der Feierstunde schwang auch reichlich Wehmut mit. Der Klassiker von einen lachenden und einem weinenden Auge. Denn Bettina Rekate zeigte sich von den Abschiedsgeschenken von Kollegen und Schülern sichtlich gerührt, was auch in ihrer Dankesrede deutlich wurde.
Wer neue Chefin oder Chef an der Barbarossaschule wird, steht noch nicht fest. Das Auswahlverfahren bei den Schulbehörden läuft noch.
Schüler, Kollegen, Vertreter der Politik und viele Eltern kamen, um Bettina Rekate zu verabschieden.
