Caritas Werkstätten St. Elisabeth - Sinzig
Angenommener Großbrand in den Caritas Werkstätten Sinzig
Umfangreiche Gemeinschaftsübung aller Ortsfeuerwehren der Stadt Sinzig
Sinzig. Am vergangenen Samstag führten die sechs Ortsfeuerwehren der Stadt Sinzig eine gemeinsame Großübung im Gebäude der Caritas Werkstätten Sinzig durch.
Bei diesem Übungsfall wurde eine Explosion in der Schreinerei, mit rasanter Brandausbreitung über einen großen Teilbereich der Einrichtung, angenommen. Neben der Durchführung einer umfangreichen Brandbekämpfung lautete die Aufgabenstellung, 21 Personen, die im Gebäudekomplex vermisst wurden, zu retten.
Unter der Leitung des Löschzugführers von Sinzig, Alex Zogas, und des stellvertretenden Wehrleiters, René Schmitt, waren die Löschzüge Sinzig und Bad Bodendorf sowie die Löschgruppen Franken, Koisdorf, Löhndorf und Westum im Einsatz.
Die Feuerwehrleute mussten bei dem angenommenen Schadensereignis dieses Ausmaßes, mehrere Einsatzabschnitte bilden und von verschiedenen Seiten aus intervenieren. Für die Männer in dieser Größenordnung keine alltägliche Situation. Zudem es zusätzlich galt, das Zusammenwirken der einzelnen Feuerwehreinheiten bis hin zur Belastungsgrenze auszutesten.
Die Verletztendarsteller der Jugendfeuerwehr, die im gesamten Gebäude teilweise recht versteckt und hinter Hindernissen verborgen waren, mussten unter schwierigen Umständen ausfindig gemacht und in Sicherheit gebracht werden. Sehr spektakulär gestaltete sich auch die Rettung von Personen vom Dach des Gebäudes, mithilfe eines Sprungkissens und Leitern. Ebenfalls in der Aufgabenstellung enthalten war die Bergung eines verletzten Feuerwehrkollegen.
Einrichtungsleiter Frank Zenzen, der sich das Szenario vor Ort mit ansah, zeigte sich begeistert über die Professionalität der freiwilligen Feuerwehr. „Unglaublich wie eingeschränkt die Sicht für den Trupp bei Rauch und Qualm war. Ich hatte keinen halben Meter Sicht und hierbei behalten die Männer noch den Überblick.“ Pastor Thieser, als Notfallseelsorger, mit Einsatzjacke, Helm und Sicherheitsstiefeln ausgestattet, stand zur seelsorgerischen Betreuung der Verletztendarsteller bereit. An einem speziell eingerichteten Behandlungsplatz konnten die Darsteller auch medizinisch versorgt werden.
Wehrleiter Andreas Braun, der mit einem Team das Übungsszenario vorbereitet hatte, zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit der Wehren. „Wir haben das Übungsziel mit einem sehr guten Ergebnis erreicht“, kommentierte er den Abschluss der Übung.
Hubert Schmitt, der als Fachkraft für Arbeitssicherheit von den Caritas Werkstätten vor Ort war, zeigte sich erfreut über die Möglichkeit einer solch umfangreichen und beeindruckenden Übung. „Hierbei konnten wir hautnah miterleben, wie gut unsere Brandschutzmaßnahmen greifen, die wir in der Vergangenheit in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Ahrweiler umgesetzt und geprüft haben“, so Hubert Schmitt.
