Konzert zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach
„Aus der Seele muss man spielen“
Professor Johannes Geffert und Ulrike Friedrich gastieren am 4. Mai in Sinzig
Sinzig. Zur Feier des 300. Geburtstags von Carl Philipp Emanuel Bach konzertieren am Sonntag, 4. Mai, um 17 Uhr Professor Johannes Geffert und Ulrike Friedrich im historischen Gewölbe des Sinziger Zehnthofs, Zehnthofstraße 2.
Zur Aufführung kommen die Sonaten C-Dur und G-Dur für Traversflöte und Clavier, das Rondo E-Dur aus der Sammlung für Kenner und Liebhaber sowie drei kleine musikalische „Portraits zu Damen der Gesellschaft“.
Der in Bonn gebürtige Johannes Geffert wuchs in den Traditionen der Kirchenmusik auf. Nach Studien in Köln und England bei Nicolas Kynaston wurde er 1974 Organist der Annakirche und Leiter des Bachvereins in Aachen. Als Kirchenmusikdirektor war er von 1980 bis 1998 an der traditionsreichen Kreuzkirche in Bonn tätig, wirkte als Organist der Beethovenhalle und unterrichtete an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Johannes Geffert ist heute Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik in Köln und leitet die Abteilung evangelische Kirchenmusik.
Die in Koblenz geborene Querflötistin Ulrike Friedrich erhielt entscheidende künstlerische Impulse in ihrem Studium bei Helga Zuccaro, Köln. Aktiv musiziert sie in verschiedenen Ensembles für Kammermusik auf der modernen Flöte und auf der Traversflöte in historischer Aufführungspraxis. Einen weiteren Schwerpunkt bildet ihre instrumentalpädagogische Tätigkeit, der sie an Musikschulen und als Privatlehrerin engagiert nachgeht.
„Aus der Seele muss man spielen, und nicht wie ein abgerichteter Vogel.“ Mit diesem Satz beschreibt Carl Philipp Emanuel Bach, das Wesen seines Musikschaffens. Von seinen Zeitgenossen als „Originalgenie“ gefeiert, sprüht seine Musik vor launigen Einfällen und Überraschungen und präsentiert sich mit der Leidenschaft einer Epoche, die als „Sturm und Drang“ in Musikgeschichte und Literatur neue Wege suchte.
Als zweiter Sohn Johann Sebastian Bachs und dessen erster Frau Maria Barbara war ihm die Musik in die Wiege gelegt. Als 1. Hofcembalist bei Friedrich II. in Berlin und Potsdam musste er jeweils vier Wochen Tag und Nacht zum Musizieren bereitstehen, darauf folgten immer vier Wochen „Privatleben“, das er mit Unterricht und Gesellschaft in der preußischen Hauptstadt füllte. Die letzten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte er als Direktor der Kirchenmusik in Hamburg, eine Position, die er von seinem Patenonkel Georg Philipp Telemann übernahm. Dort führte er ein großbürgerliches Haus, bewirtete Musiker nach den Proben und kümmerte sich mit Hilfe von Frau und Tochter um Druck und Verkauf seiner Kompositionen.
Das Konzert im Gewölbe bietet einen Einblick in die vielfältige Tonsprache des genialen Komponisten.
Karten zum Preis von 10,00 Euro, Schüler 7,00 Euro, sind in Sinzig erhältlich bei „lesezeit, Bücher und Wein“, Buchhandlung Walterscheid und bei „Kultur im Gewölbe“ unter www.gewoelbe-sinzig.de, Tel. (0 26 42) 99 85 01.
Professor Johannes Geffert und Ulrike Friedrich bieten einen dem Publikum am 4. Mai im Gewölbe des Sinziger Zehnthofs einen Einblick in das vielfältige Schaffen von Carl Philipp Emanuel Bach. Foto: privat
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