Politik | 20.10.2014

Ortsbeirat Westum tagte:

Das Murreland sucht weiter einen Ortsvorsteher

Ortsvorsteher Bernd Kriechel verabschiedete Erwin Hahn, Heribert Hilger und Marie-Therese Schnause. RÜ

Westum. Im Murreland Westum ist noch kein neuer Ortsvorsteher in Sicht. Dies wurde bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung deutlich.

Dabei gibt es in Westum noch viel anzupacken: etwa der noch zu gestaltende Mehrgenerationenplatz oder die dringend erforderliche Umlegung des Hellenbachs.

„Ich habe mir die Finger wund telefoniert, sie winken alle ab. Wenn keiner bereit ist, das Amt zu übernehmen, müssen die Aufgaben auf die Ortsbeiratsmitglieder verteilt werden, und sie müssen dann sehen, wie sie sich organisieren“, so der noch amtierende Ortsvorsteher Bernd Kriechel, der nun als Beigeordneter der Stadt Sinzig fungiert und die Position als Ortsvorsteher von Westum definitiv zum Jahresende abgeben will.

Als eine seiner letzten Amtshandlungen verabschiedete er Erwin Hahn nach 15 Jahren als Ortsbeiratsmitglied, Heribert Hilger nach zehn Jahren und Marie-Therese Schnause nach fünf Jahren. Neu verpflichtet wurden Elisabeth Groß und Jörg Schneider. Bei der Prioritätenliste für die Haushaltswünsche stehen dringende Projekte an.

Der dickste Brocken für die Stadt Sinzig wird wohl die Verlegung des Hellenbachs sein, dessen alte Einfassung laut Kriechel nach den letzten Untersuchungen durch ein Ingenieurbüro sehr marode ist und bei großen Wassermassen die darüber gebauten Häuser gefährdet. Derzeit wird untersucht, ob der Bach in die Brunnenstraße und die Kegelbahnstraße hinein verlegt werden kann. Für erste Planungen wünscht sich der Ortsbeirat 40 000 Euro im Haushalt.

Dringend erneuert werden müsste auch der Kinderspielplatz an der Kirmeswiese, der am meisten frequentiert wird. „Der Spielplatz an der Kirche fällt durch den Mehrgenerationenplatz weg, und ein neuer wird mit guten Spielgeräten um die 50 000 Euro kosten“, rechnete Kriechel vor. 20 000 Euro müssten in eine Zaunanlage des Kindergartenspielplatzes plus Parkplätze investiert werden, weitere 20.000 Euro sollen nach den Wünschen des Gremiums als Anschubfinanzierung für den Kunstrasenplatz am Sportplatz eingestellt werden.

Die gleiche Summe würde benötigt für den Ausbau des Fußweges von der Anbrück zum Erlenweg als Verlängerung vom Falkenweg zur Anbrück. Freuen können sich die Senioren des Dorfes: Der Seniorentag soll dieses Mal auf den 25. Januar verschoben werden. Westum wird dann wieder ein Prinzenpaar haben und ein unterhaltsamer karnevalistischer Nachmittag winkt. Im Herbst soll dann wieder die turnusmäßige Busfahrt stattfinden.

Ortsvorsteher Bernd Kriechel verabschiedete Erwin Hahn, Heribert Hilger und Marie-Therese Schnause. Foto:

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