Politik | 24.06.2013, 15:00 Uhr

1000. Datenschutzworkshop am Rhein-Gymnasium in Sinzig

Eine Erfolgsgeschichte

Veranstaltung des Landes-Programms „Medienkompetenz macht Schule“

Zum Schuljahresende fand am Rhein-Gymnasium der 1000. Datenschutzworkshop statt. privat
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Sinzig. Simsen, Gamen, Twittern, Bloggen, Skypen - in Zeiten des Web 2.0 prägen diese Aktivitäten die digitale Medienwelt von Jugendlichen. Die Schulen in Rheinland-Pfalz stellen sich dieser Herausforderung und bieten in wachsendem Ausmaß Schülerinnen und Schülern Unterstützung beim kompetenten Umfang mit den neuen Medien. Mit dem 10-Punkte-Programm „Medienkompetenz macht Schule“ hat die Landesregierung im Jahr 2007 ein innovatives Konzept entwickelt und auf den Weg gebracht, das die Schulen in ihrem Bemühen um die Förderung umfassender Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation nachhaltig unterstützt. In diesem Rahmen wurden bereits mehr als 2.000 Lehrkräfte als Jugendmedienschutzberaterinnen und -berater ausgebildet, die in ihren Schulen als Expertinnen und Experten zur Verfügung stehen.

Datenschutzworkshops

Einen wichtigen Baustein bilden die Datenschutzworkshops des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Sie werden seit Ende 2010 den weiterführenden Schulen im Lande und seit 2012 auch den Grundschulen angeboten. „In 2,5 Jahren haben wir rund 30.000 Schülerinnen und Schüler für den Datenschutz sensibilisiert“, so der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Edgar Wagner. „Dies ist ein großer Erfolg, der auf die hervorragende Arbeit der Referentinnen und Referenten vor Ort zurückzuführen ist.“

Die Nachfrage nach den Datenschutz-Schülerworkshops war und ist groß. Zum Schuljahresende fand am 24. Juni am Rhein-Gymnasium in Sinzig der 1000. Datenschutzworkshop statt. Diesen „Jubiläums-Workshop“ besuchten der Landesbeauftragte zusammen mit Staatssekretärin Beate Reich vom Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann. Gemeinsam diskutierten sie im Anschluss an den Besuch des Workshops mit Schülerinnen und Schülern und der Schulleitung die Bedeutung von Medienkompetenz und Datenschutz im heutigen mediendominierten Alltag. Dabei war auch der aktuelle Daten-Abhörskandal des amerikanischen und britischen Geheimdienstes ein Thema. Alle drei waren beeindruckt über die Ernsthaftigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Medienkompetenz ist eine Schlüsselkompetenz

Reich betonte, dass Medienkompetenz eine Schlüsselkompetenz sei und diese nicht früh genug erlernt werden könne. „Für viele junge Menschen war vor ein paar Jahren Datenschutz kein großes Thema. Das hat sich aber jetzt schon geändert, vielleicht langsamer als wir uns das wünschen, aber die Erfolge sind sichtbar. Das ist eine gute Entwicklung.“

Die Inhalte der Workshops sowie das didaktische Konzept wurden in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur sowie dem Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz entwickelt. 25 externe Referentinnen und Referenten, die vom Datenschutzbeauftragen geschult und mit speziellen Unterrichtsmaterialien ausgestattet werden, behandeln mit den Schülern in vier Unterrichtsstunden Möglichkeiten des Selbstdatenschutzes in der Welt von Facebook, Google und Co, den sicheren Umgang mit Smartphones und Apps, Cybermobbing sowie aktuelle datenschutzpolitische Themen. „Die lange Warteliste von Schulen, die Datenschutz-Workshops beantragt haben, zeigt uns, wie groß der Bedarf an Praxistipps zum Selbstdatenschutz ist“, so Wagner. Das Angebot müsse daher auch künftig aufrechterhalten werden.

„Angesichts der sich ausweitenden Nutzung der Neuen Medien und des Internets gewinnen die Fragen eines effektiven Medienschutzes von Kindern und Heranwachsenden zunehmend an Bedeutung“, betont Bildungsstaatssekretär Beckmann. Er fügte hinzu: „Die Datenschutz-Schülerworkshops sind wertvolle Ergänzungen der vielen pädagogischen Maßnahmen, die im Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ zusammengefasst sind. All dies zeigt, dass der Jugendmedienschutz und die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen in unserem Land ganz großgeschrieben werden.“ Die Workshops des Landesdatenschutzbeauftragten unterstützt das Bildungsministerium im laufenden Jahr mit 20.000 Euro.

Pressemitteilung

Ministerium der Justiz und

für den Verbraucherschutz

Zum Schuljahresende fand am Rhein-Gymnasium der 1000. Datenschutzworkshop statt. Foto: privat

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