Allgemeine Berichte | 18.08.2014, 17:37 Uhr

Verkauf des Sinziger Bahnhofs ist vollzogen

Große Pläne für den Bahnhofsbereich

Zuschlag für 173.000 Euro an die Firma Sprengnetter

Zukunft für Bahnhof und Bahnanlagen: Deutlich ist die durchgezogene Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz zu erkennen. Repro BL
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Sinzig. Die Verträge sind gemacht: Die Immobilienbewertungsfirma Sprengnetter aus Sinzig hat von der Bahn den Zuschlag für den Kauf des Bahnhofs in Sinzig bekommen. Das Gebot lag am Ende bei rund 173.000 Euro nebst einigen Zusatzkosten. Dies teilte Firmenchef Dr. Hans Otto Sprengnetter am Montag bei einer Pressekonferenz mit. Zu der war auch Sinzig Bürgermeister Wolfgang Kroeger gekommen. Denn bei der Sanierung des Gebäudes und der Bahnhofsanlagen sind die Firma Sprengnetter und die Stadt Sinzig eng miteinander verknüpft.

Zum Hintergrund: Sprengnetter ist mit seinem Firmenhauptsitz unmittelbarer Nachbar und das Bahnhofsgebäude soll sozusagen eingegliedert werden. Über 100 Mitarbeiter sind bei Sprengnetter am Sinziger Firmensitz beschäftigt, weitere werden hinzukommen. „Der Kauf des Bahnhofs war eine rationale Entscheidung, weil ein großes Gebäude in der Nachbarschaft weitere Wachstumsmöglichkeiten bietet“, so Sprengnetter am Montag gegenüber „Blick aktuell“. Die Sinziger Firma expandiert schnell hat in den vergangenen zwei Monaten alleine in ihrem unmittelbaren Umfeld 18 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und wird nicht nur mit dem Bahnhof in Sinzig weiter investieren. Denn den ehemalige Penny-Markt in der Mühlenbachstraße hat Sprengnetter ebenfalls gekauft. Der wird bis zum Ende des Jahres umgebaut, städtebaulich aufgewertet und noch einmal Platz für 21 Arbeitsplätze bieten. „Der Kauf des Bahnhofs ist natürlich auch ein klares Bekenntnis zum Standort Sinzig“, stellte Sprengnetter klar. Der Rat der Stadt hatte bereits Ende März den Grundsatzbeschluss gefasst, die Firma Sprengetter beim Bahnhofskauf massiv zu unterstützen.

Zu den Fakten in Sachen Bahnhof: Dort soll nach den jetzigen Planungen die Akademie des Unternehmens ihren Standort mit Seminar-, Schulungs- und Büroräumen finden. Das im Gebäude selbst ein erheblicher kostenintensiver Sanierungsbedarf besteht war allen Beteiligten ebenfalls klar. Denn Immobilienbewertungen sind bei Sprengnetter ja sozusagen das tägliche Brot. „Wir werden wohl eine Million Euro in die Sanierung des Gebäudes stecken müssen“, nannte Firmenchef Sprengetter eine Hausnummer. Ginge es nach der Firma, würde der Umbau in Rekordtempo erledigt. Doch wegen der anstehenden Erhöhung der Bahnsteige und der Verlängerung der Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz hängt Sprengnetter von den Zeitplänen von Stadt, Land und Bahn ab. „Wir hoffen natürlich auf den Baubeginn im Jahr 2015“, so Bürgermeister Wolfgang Kroeger. Allerdings wird die Sanierung der Bahnanlagen wohl mit rund 4,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Und diese Finanzierung soll mit rund 80 Prozent vom Land getragen werden. „Da bestehen natürlich Abhängigkeiten“, so der Stadtchef. Der hofft auf positive Gespräche mit dem Land im Oktober und wie gesagt einen Baubeginn in 2015. Erst wenn die Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz durchgezogen ist, kann Sprengnetter mit der Sanierung des eigentlichen Bahnhofsgebäudes beginnen. Realistisch rechnen der Bürgermeister und der Firmenchef damit, dass 2016 „alles fertig ist“. Nichtsdestotrotz wird es in Kürze am Gebäude einige „Sicherungsarbeiten“ geben. Die sind im Vertrag zwischen der Sinziger Firma und der Bahn festgelegt und sollen bis Jahresende erfolgt sein.

Die Firma Sprengnetter ist zu einer festen Größe im Markt nicht nur für Immobilienbewertungen herangewachsen. „Der Name Sprengnetter steht für höchste Kompetenz in allen Fragen der Immobilienbewertung“, hatte Sinzigs Stadtchef Wolfgang Kroeger noch im Frühjahr die Kompetenz und wohl auch die Finanzkraft des Unternehmens gelobt. Und Stadt und die Firma Sprengnetter wollen gemeinsam noch eine andere Idee umsetzen. Unter dem Arbeitstitel „Barbarossapfad“, soll eine fußläufige Verbindung zwischen Bahnhof/Sinzig-Ost und dem Kernbereich der Innenstadt angegangen werden. Dieser Idee steht Firmenchef Dr. Hans-Otto Sprengnetter sehr aufgeschlossen gegenüber.

Pläne für den Sinziger Bahnhof: Bürgermeister Wolfgang Kroegerund Dr. Hans Otto Sprengnetter. BL

Pläne für den Sinziger Bahnhof: Bürgermeister Wolfgang Kroeger und Dr. Hans Otto Sprengnetter. Foto: BL

Zukunft für Bahnhof und Bahnanlagen: Deutlich ist die durchgezogene Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz zu erkennen. Foto: Repro BL

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