Politik | 08.06.2026

Grüne begrüssen Renaturierungsmaßnahme

Die Sinziger Grünen informieren sich in den Ahrauen am Christinensteg vor Ort

Sinzig. Die derzeit laufenden Bauarbeiten im Bereich der B9 lassen erstmals das volle Ausmaß des geplanten Ahrkorridors in Sinzig erkennen. Die Sinziger Grünen begrüßen die Umsetzung dieses Vorhabens ausdrücklich und bewerten es als die bedeutendste Hochwasser- und Renaturierungsmaßnahme in der Geschichte der Stadt. Mit der deutlichen Erweiterung des Gewässerraums wird die Ahr künftig in der Lage sein, erheblich größere Wassermengen sicher abzuleiten. Die Planungen basieren auf umfangreichen fachlichen Untersuchungen und gelten als zentrale Konsequenz aus der Flutkatastrophe von 2021. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass nach Abschluss der Sicherungsarbeiten an der B9-Brücke die Umgestaltung nun sichtbar und zügig voranschreitet.

Über den Hochwasserschutz hinaus eröffnet das Projekt aus Sicht der Grünen erhebliche Chancen für Naturschutz und Klimaanpassung. Die geplante naturnahe Entwicklung der Auenflächen kann als „Schwammlandschaft“ wirken, die Hochwasserspitzen abpuffert und in Trockenphasen Wasser speichert. Gleichzeitig trägt eine vielfältig gestaltete Ufervegetation zur Abkühlung des Gewässers bei und schafft wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Die Grünen setzen sich dafür ein, die Renaturierung konsequent ökologisch auszurichten. Bestehende Gehölzstrukturen sollen, wo immer möglich, erhalten bleiben. Unvermeidbare Eingriffe sind durch hochwertige und funktional wirksame Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren. Dabei kommt der frühzeitigen und kontinuierlichen Einbindung von Fachwissen aus der Auen- und Feuchtgebietsökologie besondere Bedeutung zu.

Auch die geplante Wiederherstellung beziehungsweise Verlegung des Ahr-Radweges wird ausdrücklich begrüßt. Sie stärkt die nachhaltige Mobilität, verbessert die touristische Attraktivität und erhöht die Aufenthaltsqualität entlang der Ahr deutlich. Für die Sinziger Grünen steht fest: Der neue Ahrkorridor ist weit mehr als ein klassisches Hochwasserschutzprojekt. Er bietet die einmalige Chance, Sicherheit, Klimaanpassung und ökologischen Mehrwert miteinander zu verbinden und die Ahr langfristig wieder zu einem naturnahen Flusssystem zu entwickeln.

Gleichzeitig blicken die Grünen mit großer Aufmerksamkeit auf die verkehrlichen Auswirkungen der Bauphase. Mit dem voraussichtlich rund zweijährigen Wegfall des Christinenstegs entfällt eine zentrale und bislang sichere Verbindung für viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem täglichen Schulweg. In der jüngsten Stadtratssitzung hat Ratsmitglied Ralf Urban (Bündnis 90/Die Grünen) auf die daraus resultierenden Risiken deutlich hingewiesen und betont: „Die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen muss in dieser Übergangszeit oberste Priorität haben – insbesondere dann, wenn sie auf stark belastete Ausweichrouten wie die Brücke der Kölner Straße verwiesen werden.“ Durch das Fehlen des Christinenstegs wird ein erheblicher Teil des Fuß- und Radverkehrs auf diese Hauptverkehrsachse verlagert, was eine deutlich erhöhte Gefährdung für Schülerinnen und Schüler zur Folge hat. Auch der Elternbeirat einer Sinziger Schule hat frühzeitig auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Auf Initiative von Ralf Urban konnte erreicht werden, dass der Elternbeirat künftig aktiv in die Erarbeitung des temporären Verkehrskonzepts eingebunden wird. Die Grünen begrüßen diesen Schritt ausdrücklich und erwarten, dass die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler während der gesamten Bauphase konsequent als oberste Planungspriorität behandelt wird.

Pressemitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ortsverband Sinzig

Die Sinziger Grünen informieren sich in den Ahrauen am Christinensteg vor Ort Foto: Bündnis 90/Die Grünen Sinzig

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Monatliche Anzeige
Titelanzeige
Sonderseite Jshn Eleven
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0006#
Wertstoffhof - Kaffee Anzeige
Servicekräfte
Empfohlene Artikel
Petra Schneider MdL
55

KREIS AHRWEILER/MAINZ. Die Ausschüsse des Landtags Rheinland-Pfalz haben sich neu konstituiert. Dabei wurde die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Schneider aus dem Wahlkreis 13 (Brohltal, Bad Breisig, Remagen, Sinzig) mit wichtigen Aufgaben betraut. Sie übernimmt künftig den Vorsitz des Petitionsausschusses sowie den Vorsitz der Strafvollzugskommission. Darüber hinaus gehört sie weiterhin dem Wirtschaftsausschuss des Landtags an.

Weiterlesen

v.l.n.r.: Thorsten Schreiweis, Alexander Kuhl, Jannis Schmitz, Andreas Köpping und Herta Stiren vor dem Fahrradgeschäft
67

Remagen. Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Remagen haben das Fahrradfachgeschäft „Radgeber“ besucht und sich mit Inhaber Jannis Schmitz über die Entwicklung des Fahrradmarktes, die Situation des Einzelhandels in der Innenstadt und die Zukunft des Radverkehrs in Remagen ausgetauscht.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verbindung zwischen dem Reitverein und der Palliativmedizin hat in Metternich eine feste Tradition.Fotos: privat
9

RFV Metternich lädt zum Ponyreiten für den guten Zweck ein

Glücksmomente auf dem Ponyrücken

Weilerswist-Metternich. Ein unvergessliches Erlebnis für die kleinsten Pferdefreunde und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Region: Der Reit- und Fahrverein (RFV) Metternich e.V. veranstaltete ein großes, geführtes Ponyreiten auf seiner Vereinsanlage am Ginsterberg. Das Besondere an dieser Aktion: Die gesamten Einnahmen des Reitens, wurden zu 100 Prozent an das Palliativ-Netz Südlicher Erftkreis e.V. gespendet.

Weiterlesen

Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
69

Neue Weinmajestäten für 2026/2027 vorgestellt

Victoria Charlotte Zimmermann wird Altenahrer Weinkönigin

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen