Geplantes Nahversorgungszentrum in Sinzig
Grüne plädieren für Kreisel
Verkehrstechnische Erschließung wirft noch immer einige Fragen auf
Sinzig. Die geplante Ansiedlung eines Nahversorgungszentrums auf dem ehemaligen Gelände der Firma Beton-Rick sorgt in Sinzig für muntere Diskussionen. Zentral ist dabei die Verkehrsplanung. „Das muss schon intelligent gemacht werden, sonst haben diese Planungen keine Chance“, hieß es etwa bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung.
Die Grünen-Mitglieder Wilfried Eraßmy und Klaus Hahn hatten jüngst den Vorschlag eingebracht, das geplante neue Einkaufszentrum auf dem Rick-Gelände durch einen Kreisel auf der Kölner Straße, zwischen Tankstelle und Ahrbrücke, verkehrstechnisch anzuschließen. „Damit würden die Besucher der Märkte, die sich ansiedeln wollen, da abgeholt, wo sie als Kunden auch heute unterwegs sind, nämlich auf der Kölner Straße. Die vom Investor im Vorentwurf dargestellte Anbindung durch eine T-Kreuzung an der Ahrbrücke als Auffahrt auf die Kölner Straße stellt sowohl für Pkw als auch für Lkw einen Gefahrenknotenpunkt dar. Sie ist außerdem verkehrshemmend und kann daher entfallen“, hieß es dazu von den Grünen.
Die führen weiter aus: „Ein Kreisel an der oben genannten Stelle hält den Verkehr aus dem Wohngebiet Dreifaltigkeitsweg/Jahnstraße heraus und wirkt sich somit positiv aus für Schul- und Kindergartenzentrum. Ein Anschluss des Nahversorgungszentrums über den Dreifaltigkeitsweg wird von uns Grünen abgelehnt, weil damit die dortige Wohnqualität schwinden und das Umfeld im Bereich der Ampelanlage dramatisch belastet werden würde.“
Die weiteren Grünen-Überlegungen: „In dieser Hinsicht muss der Investor nachbessern. Die Bushaltestelle in diesem Bereich der Kölner Straße ist bei einer Umplanung zu integrieren.“ Für die Grünen stellt sich zudem die Frage, wer den zu bauenden Kreisel bezahlt sowie die neue Zufahrtsstraße zum Rick-Gelände parallel zum Ahr-Radweg samt Grunderwerb.
„Wer wird Bau- und künftiger Unterhaltungsträger und damit verantwortlich für die Verkehrssicherung? Oder auch für den Lärm- und Sichtschutz für das angrenzende kleine Wohngebiet“, so weitere Fragen der Grünen.
