Allgemeine Berichte | 11.02.2013, 15:22 Uhr

In Bad Bodendorf blinkte und leuchtete es an allen Ecken

KG Rievkooche mobilisierte die Massen - Tausende Jecken erlebten die zweite Auflage des Mondschein-Umzugs

Die zweite Auflage des von der KG Rievkooche auf die Reise geschickten leuchtenden Lindwurms lockte wieder Tausende Besucher nach Bad Bodendorf. RÜ
148

Bad Bodendorf. Der zweite Bad Bodendorfer Mondschein-Umzug mit seinem närrischen Lichterspektakel sorgte am Freitag erneut für einen Massenansturm im historischen Ortskern. Tausende von Besuchern mit oft sehr langen Anreisewegen wollten sich die zweite Auflage des von der neu gegründeten KG Rievkooche auf die Reise geschickten leuchtenden und blinkenden närrischen Lindwurms nicht entgehen lassen.

Mit rund 7.000 Besuchern hatten die Verantwortlichen gerechnet. Und bei der zweiten Auflage regelten Polizei und Feuerwehr Anfahrt und Parkplatzsuche.

Im Dorf knisterte es schon eine Stunde, bevor der Zuch kam. Und nicht nur im Ortskern hatten die Bad Bodendorfer alles an die Häuser gehängt, was Licht machte. „Party-Girlanden“, Weihnachtsbeleuchtung oder Martinslaternen, entlang des Zugweges gab es ebenso stilvolle wie phantasievolle „Lichtinstallationen“.

Die richtig guten Plätze waren zu diesem Zeitpunkt schon weg. Und auch die meisten der Besucher hatten die Grundidee kapiert. Es blinkte, blitze, reflektierte und fluoreszierte, was das Zeug hielt: leuchtende und erleuchtete Jecken allenthalben. Es gab erneut eine sehr bemerkenswerte euphorische Grundstimmung. Und der Zoch zeigte, was drin steckt in der Grundidee. Die Twirling Sticks oder die Magic Majorettes sorgen für wirbelnde Lichteffekte. Auch die Bad Bodendorf Tanzgruppen Blue Stars und Blue Velvet hatten sich beleuchtungstechnisch aufgepeppt. Oft wurde aber auch einfach in Sachen Beleuchtung improvisiert. Aber ein paar „Blinkies“ oder „laufende Lichterketten“ bringen farbenfrohe Kostüme im Dunkeln ganz anders zur Geltung.

Wie versprochen mit großem Aufgebot dabei waren die jecken Kollegen der „Närrischen Buben“ oder der KG Rot-weiß Westum. Immerhin 30 Zugnummern mit weit über 500 Teilnehmern hatte Zugleiter Mario Heuser auf die Reise gesickt. Die „Blau-Gelben“ zeigten, dass auch gelb leuchtende Martinlaternen per Gruppeneffekt für leuchtende Stimmung bei einem Mondschein-Umzug sorgen können.

Und einige Gruppen und Wagen hatten ebenso leuchtende wie jecke Ideen. Da wurden die Überirdischen als Besuch aus dem Weltall bestaunt. Bestens in Szene gesetzt auch „Schneewittchen und die Konstsmide-Zwerge. Aber auch die Ballonfahrer im Mondschein waren mit Blinkers und den zahlreichen Luftballons ein Hingucker. Nicht nur vom großen Prunkwagen des Junggesellenvereins regnete es in diesem Jahr weniger Kamelle, sondern vielmehr kleine Leuchtstäbe, mit denen sich die Besucher bestens ausstaffieren konnten.

„Wir rocken den Zuckerhut“ träumten die Spieler des SCB von einer Komplementierung ihres Teams durch Jogi Löw für die WM 2014. Die Ehemaligen des SCB nahmen sich bei ihrem Motivwagen das Bodendorfer Nostalgiebad vor. „Von nun an bis in die Ewigkeit, dauert unsere Badezeit“, versprachen sie. Die Nachpaarschaft Knatsch-Jecke kam als heftig glitzernde Schar von Fliegenpilzen. Gefeiert wurden natürlich auch die „Alternativen Tollitäten. Das ultimative alternative Dreigestirn. Mit Prinz Martin Federic von Anhalt (Martin Unkelbach) „Ohs grazile Lieblichkeit“ Juffer Jürgenia (Jürgen Klapperich) und sing Deftigkeit Buur Lutz (Lutz Baumann). Viele Ideen und ein sehr beindruckendes Gesamtbild zeichneten den zweiten Mondscheinzug aus.

Der Mondschein-Umzug in Bad Bodendorf hat das Potenzial, zu einer regelechten närrischen Kultveranstaltung mit Leuchtfeuercharakter für die gesamte Region zu werden. Die Stunde der närrischen Heimwerker und Tüftler, der jecken Bastler und Lichtmaler hatte bei dieser zweiten Auflage längst geschlagen. Bemerkenswert die fast gleichlautende Reaktion der Zuschauer beim Zugende. „Och schon vorbei, schade, aber wir kommen ja wieder“. Und die richtig eingefleischten Fans des Bad Bodendorfer Umzugs feierten ja noch bis in die Puppen im Zirkuszelt auf dem ehemaligen MPG-Gelädne ihre große Mondscheinparty. BL

Die zweite Auflage des von der KG Rievkooche auf die Reise geschickten leuchtenden Lindwurms lockte wieder Tausende Besucher nach Bad Bodendorf. Foto: RÜ

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund ums Haus
Rund ums Haus Daueranzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Schleuter Gebäudetechnik
Dauerauftrag
Stellenanzeige Personal & Orga, Presse & Wirtschaftsförderung
Angebotsanzeige (Oktober)
Empfohlene Artikel
5

Sinzig. (VZ-RLP / 19.10.2026) Wer sich schon einmal mit den Themen Hausneubau oder Altbausanierung beschäftigt hat, weiß wahrscheinlich, dass der sogenannte U-Wert (Wärmedurchgangswert) eine Aussage darüber macht, wie viel Energie durch ein Bauteil wie eine Außenwand, ein Dach oder ein Fenster nach außen verloren geht. Je kleiner dieser U-Wert ist, umso weniger Wärme dringt durch die Fläche nach draußen.

Weiterlesen

Kleine Mutboschaften für großartige Vorschulkinder
69

Waldorf. Mit Bewegung, Fantasie und viel Freude erlebten gleich zwei Vorschuljahrgänge des Kindergartens in Waldorf ein besonderes Yogaabenteuer. In regelmäßig stattfindenden Yogaeinheiten lernten sie, ihre Gefühle wahrzunehmen, ihren Körper zu entdecken und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Möglich wurde diese Projektumsetzung aufgrund der finanziellen Förderung durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Rhein-Ahr.

Weiterlesen

Ein lebendiges Gemeindeleben zeigte sich auch wieder beim jüngsten Treffen der Helferinnen und Helfer aus Burgbrohl und Weiler.
29

Burgbrohl. Zum jüngsten Helfertreffen im Pfarrhaus Burgbrohl kamen 17 engagierte Gläubige aus Burgbrohl und Weiler, um über das Gemeindeleben im Pfarrbezirk Burgbrohl und Weiler zu sprechen und Informationen vom Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat zu erhalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Man traf sich vor der Kirche, um „unter Tage“ zu gehen.
648

Es ging ganz tief nach unten...

Kolping-Mitglieder wurden zu „Kellerkindern“

Lahnstein. Es ging dahin, wo die meisten noch nie waren: In die ehemalige kurfürstliche Salkellerei unter der Hochstraße in Oberlahnstein. Die Salkellerei unter der ehemaligen Druckerei Schickel gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Exkursion war fast geheim, grundsätzlich nur Kolping-Mitgliedern vorbehalten, „denn wir wollten nicht, dass halb Lahnstein im Untergrund verschwindet“, so Benedikt Hanke aus dem Kolping-Sprecherteam mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Von Thomas Schneider aus Lahnstein

Weiterlesen

An der Swisttalhütte Holzweiler
786

Eifelverein Remagen unterwegs

Grafschafter Wald und Dernauer Weinberge

Remagen/Marienthal. Bei herrlichem Wanderwetter startete die Wandergruppe in der Nähe des Marienthaler Klosters die 13 Kilometer Tour. Relikte des ehemaligen Regierungsbunkers und auch die Gedenkstätte Lager Rebstock informierten nachdenklich über Deutschlands jüngste Vergangenheit. Dem Kratzenbach folgend und dem anschließenden Tal erreichte man das sogenannte Holzweiler Kreuz. Nun von Waldwegen...

Von Eifelverein Remagen aus Grafschaft-Ringen

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
211

Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen in Koblenz

17.10.: Streit mit Folgen: 18-Jähriger schwer verletzt im Krankenhaus

Koblenz. Am Samstagabend, dem 17.10.2026, kam es gegen 19.52 Uhr im Parkhaus am Altlöhrtor in der Altstadt von Koblenz zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren jugendlichen, bzw. heranwachsenden Beteiligten. Hierbei wurde ein 18-jähriger Mann schwer verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Weiterlesen