Allgemeine Berichte | 28.11.2013

Sieben Jahre Jugendsozialarbeit im HoT in Sinzig

In Deutschland und Europa geschätzt

Künftige Finanzierung noch nicht gesichert - Beteiligte hoffen auf Unterstützung durch den Kreis Ahrweiler

Viele Gäste waren zu der Festveranstaltung im Haus der offenen Tür gekommen. RÜ

Sinzig. Seit sieben Jahren wird im Haus der offenen Türen (HoT) in Sinzig Jugendsozialarbeit geleistet. Und dies mit großem Erfolg und bundesweiter und gar europaweiter Anerkennung. Grund genug für eine Festveranstaltung unter dem Motto „Jugend braucht Perspektive“. Diese Perspektiven haben in den vergangenen sieben Jahren die „Kompetenzagentur“ und die „Schulverweigerung zweite. Chance“ überaus erfolgreich und effektiv geboten. Die Zukunft beider Einrichtungen ist nicht gesichert, die Fördermittel laufen zum 31. Dezember aus,

Trotzdem wurde am Dienstagabend vergangener Woche gefeiert, mit der „Kundschaft“ des HoT, mit Kindern und Jugendlichen, deren Eltern, zahlreichen Vertreter aus Politik und Wirtschaft und allen, die in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Kreis Ahrweiler und darüber hinaus aktiv sind.

Dabei konnte die Jugendeinrichtung, die von der katholischen Kirchengemeinde in Sinzig mit Unterstützung der Stadt Sinzig getragen wird, richtig viel Lob einheimse. Dies kam von Sinzigs Pastor Achim Thieser, von Banu Sisman vom Europäischen Sozialfonds (ESF), vom Vertreter des Bistums Trier, Frank Kettern. „Die Jugendsozialarbeit in Sinzig ist jeden Cent, der in sie investiert wird, wert,“ so Kettern weiter. Kettern sprach, ebenso wie Claudia Mierzwoski von der Fachstelle für internationale Jugendarbeit (IJAB), von einer Leuchtturmfunktion, die das HoT mit seiner Arbeit in ganz Europa einnimmt.

Für den unterhaltsamen Teil sorgten die Jugendlichen des HoT mit Musik und kleinen Filmbeiträgen in gewohnter Weise selbst. Gerade die „Kundschaft“ schilderte aber auch, wie ihr zum Beispiel in der Kompetenzagentur oder in der Schulverweigerung konkret geholfen wurde. Gerade die internationale Arbeit in Kooperation mit Einrichtungen der Jugendsozialarbeit in ganz Europa haben dem Haus der offenen Tür einen unglaublich guten Ruf eingebracht. Die Kompetenzagentur im HoT steht im Ranking aller Kompetenzagenturen in Europa auf Platz drei.

Viel Lob und Anerkennung also bei der Festveranstaltung. Die war aber auch so etwas wie ein flottes Tänzchen am Abgrund. Denn zum 31. Dezember laufen die Fördergelder aus. Die Kompetenzagentur und auch die „Schulverweigerung zweite Chance“ stehen also auf der Kippe und vor dem drohenden Ende. Die Hoffnung ruht nun auf dem Kreis Ahrweiler und dessen Jugendamt. „Wir hoffen darauf, dass der Kreis Ahrweiler die entstehende Finanzierungslücke in Höhe von 138.000 Euro schließen kann“, so HoT-Chefin Petra Klein.

Denn im September 2014 wird die Europäische Union wohl ein neues Förderprogramm auflegen. „Die Finanzierungslücke ist einfach eine strukturelle Angelegenheit innerhalb der EU“, erklärte Klein. Neu wird denn im September sein, dass nicht mehr der Träger des HoT, also die Kirchengemeinde, sondern das Kreisjugendamt die neuen Fördermittel beantragen müsse. „Unser Rat ist bundesweit und auch in Europa gefragt“, gibt sich Klein über den Status der Jugendsozialarbeit im HoT sehr selbstbewusst, und dies untermauert sie auch mit Zahlen. Denn in den vergangenen sechs Jahren wurden 330 Jugendliche durch die Kompetenzagentur vermittelt. Einsparung für die öffentliche Hand rund 3,9 Millionen Euro, rechnet Klein vor.

Eine ähnliche Bilanz wurde für die „Schulverweigerung zweite Chance“ vorgelegt. Hier wurden 125 Jugendliche erfolgreich zurück in die Schulausbildung gebracht. Einsparungen für das Jugendamt: etwas über eine Million Euro. Ob es für die Jugendsozialarbeit im HoT eine Zukunft gibt, bleibt zurzeit allerdings noch unklar. Erste Weichenstellungen könnten bei der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreises fallen, die am Mittwoch, 27. November, stattfindet.

HoT-Leiterin Petra Klein konnte eine positive Bilanz ziehen und hofft, die Jugendsozialarbeit trotz auslaufender Förderung fortsetzen zu können.

HoT-Leiterin Petra Klein konnte eine positive Bilanz ziehen und hofft, die Jugendsozialarbeit trotz auslaufender Förderung fortsetzen zu können.

Für das Unterhaltungsprogramm sorgten die Jugendlichen selbst.

Für das Unterhaltungsprogramm sorgten die Jugendlichen selbst.

Viele Gäste waren zu der Festveranstaltung im Haus der offenen Tür gekommen. Fotos:

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