Allgemeine Berichte | 27.02.2014

Projekt-Zirkus Casselly lockte über 500 Besucher

Kleine Stars in der großen Manege

Bunte Clowns gaben sich ein Stelldichein. RÜ

Löhndorf. Im Zweimast-Zelt des Projekt-Zirkus Casselly wurde es in Löhndorf kuschelig eng. Über 500 Besucher rückten zusammen, um eine ganz besondere Zirkusvorstellung zu verfolgen. Denn die kleinen Stars in der großen Manege waren 125 Kinder der Hellenbachschule in Westum und der Vorschulgruppen der Kindergärten Westum und Löhndorf.

Frenetischer Beifall begleitete das weit über zweistündige Programm. Und es war einfach nur erstaunlich, was die Zirkuschefs Doris und Alois Kaselowsky mit ihren beiden Töchtern Alexandra und Karin in nur knapp einer Woche mit den Nachwuchsartisten einstudiert hatten.

Die Zirkusausbildung im Schnelldurchgang erfolgte dabei nach bewährten und geprüften pädagogischen Konzepten und mit allerhöchsten Sicherheitsstandards. Die Zirkusleute selbst erklären ihre Arbeit und die Faszination so: „In der Rolle des Zirkusartisten erfährt und entdeckt das Kind eigene Fähigkeiten und Stärken, aber auch Grenzen ganz neu. Zur Beherrschung der artistischen Disziplinen müssen beispielsweise Ängste überwunden und Überheblichkeiten abgelegt werden. Bei der Aufführung steht das Kind im Rampenlicht und erfährt mit dem Applaus die krönende Anerkennung der vollbrachten Leistung.“

Westums Schulleiterin Stefanie Koll-Bensberg sprach bei der Begrüßung „von einer unvergesslichen und sehr teamorientierten Woche voller Spaß“. Bereits beim Voltegieren gaben sich die kleinen Artisten angstfrei. Kaltblüter „Willi“ trabte ruhig und gelassen. Vollprofi eben. Genau wie Hund „Lucky“ oder die Ziegen Peter und Heidi, die sich nur zu gern in der Vorstellung von den Nachwuchsdomteuren dressieren ließen. Riesenbegeisterung im Zelt. Zauberer und Clowns wuselten durcheinander und es gab Spaßeffekte ohne Ende.

Dabei wäre das Zirkusprojekt fast ins Wasser gefallen. Wegen einer großen Baustelle auf der Westumer Hauptstraße kamen die großen Zirkuswagen Anfang der Woche nicht um die Kurve; so konnte der ursprünglich vorgesehene Standort am Westumer Sportplatz nicht angefahren werden. Mit viel „Zauberei und Improvisationstalent“ war Berthold Schmickler, bei Sinziger Stadtverwaltung für die Schulen zuständig, der Retter in der Not und machte den Platz am Löhndorfer Sportplatz klar.

Einen kleinen Gastauftritt legten die Cheerleader-Gruppe „Fantastics“ aus Ahrweiler ins Manegenrund. Das Erstaunen des Familienanhangs über die artistischen Leistungen des eigenen Nachwuchses verwandelte sich bei der absolut sehenswerten und kurzweiligen Vorstellung immer wieder in spontane Beifallsstürme.

Der Hellenbachschule, deren Förderverein, der kräftig in die Schatulle gegriffen hatte, und auch der Stadt Sinzig war mit der Verpflichtung des Projekt-Zirkus Casselly ein ganz großer circensischer und pädagogischer Wurf mit großem Erinnerungswert gelungen.

Denn von dieser Vorstellung wird in Löhndorf und Westum wohl noch in Jahren gesprochen werden.

Angstfreie Artisten beim Voltegieren.

Angstfreie Artisten beim Voltegieren.

Bunte Clowns gaben sich ein Stelldichein. Fotos:

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Werksverkauf
3+1 Aktion
150 Jahre
Sonderseiten 150 Jahre Sinziger Zeitung (Personalsuche)
Filiale Andernach
150 Jahre Zeitungstradition
Jubiläumssonderseiten
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1555

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen

Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1075

Emotionale Gedenkfeier zum fünften Jahrestag der Flut: Ahrtal gedachte vor allem der Opfer

Ministerpräsident Schnieder bittet um Entschuldigung für staatliches Versagen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen