Ortsvorsteher setzt sich für zeitnahe Ersatzpflanzungen ein
Pilzbefall macht Fällung zweier ortsbildprägender Bäume im Lunapark unvermeidbar
aus Sinzig
Sinzig. Mit Bedauern reagiert Ortsvorsteher Reiner Friedsam auf die Ankündigung der Stadtverwaltung, dass zwei markante Bäume im Sinziger Lunapark gefällt werden müssen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Bäume im Wurzel- und Kronenbereich erheblich von Pilzbefall betroffen sind. Die Verkehrssicherheit ist dadurch nicht mehr gewährleistet.
Wahrzeichen mit vielen Erinnerungen
Besonders die weithin bekannte Hängebuche hat über viele Jahrzehnte das Erscheinungsbild des Lunaparks geprägt und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger begleitet.
„Viele Sinzigerinnen und Sinziger verbinden persönliche Erinnerungen mit diesen Bäumen. Auch ich erinnere mich noch gut daran, als Kind an den tief herabhängenden Ästen der Hängebuche geschaukelt zu haben“, erklärt Ortsvorsteher Reiner Friedsam.
Die großen Bäume waren nicht nur landschaftsprägend, sondern leisteten auch einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima. Sie spendeten Schatten, sorgten an heißen Sommertagen für angenehmere Temperaturen und schufen insbesondere im Herbst mit ihrem farbenprächtigen Laub eine ganz besondere Atmosphäre.
Warnzeichen bereits seit 2018Bereits im August 2018 war an der Hängebuche ein großer Ast als sogenannter Sommerbruch ohne erkennbare Vorwarnung abgebrochen. Damals befanden sich Schulkinder auf dem Heimweg in unmittelbarer Nähe. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Die aktuelle Untersuchung hat nun ergeben, dass sich der Gesundheitszustand der Bäume weiter verschlechtert hat. Angesichts der intensiven Nutzung der Wege im Lunapark durch Spaziergänger, Familien sowie Besucherinnen und Besucher kann das bestehende Risiko nicht mehr verantwortet werden.
„So schmerzhaft die Entscheidung auch ist - die Sicherheit der Menschen muss Vorrang haben. Bevor Bäume unkontrolliert umstürzen oder große Äste abbrechen und Passanten gefährden, ist das Fällen leider alternativlos“, betont Friedsam.
Neue Bäume für kommende Generationen
Gleichzeitig setzt sich der Ortsvorsteher dafür ein, dass die unvermeidbare Fällung nicht ohne Perspektive für die Zukunft bleibt. Bereits jetzt wurden Gespräche über zeitnahe Ersatzpflanzungen angestoßen. Ziel ist es, den Verlust langfristig auszugleichen und den Lunapark auch künftig als grüne Oase und wichtigen Aufenthaltsort für die Bevölkerung zu erhalten.
„Die beiden Bäume werden im Stadtbild und in den Erinnerungen vieler Menschen eine Lücke hinterlassen. Umso wichtiger ist es, heute die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass an ihrer Stelle neue Bäume heranwachsen können, die künftigen Generationen Schatten, Lebensqualität und Naturerlebnisse schenken“, so Friedsam abschließend.
Der Sommerbruch im August 2018 machte die Verletzlichkeit der alten Hängebuche sichtbar. Trotz fortlaufender aufwendiger Pflege, regelmäßiger Kontrollen und Sicherungsmaßnahmen ist die Verkehrssicherheit des für viele Sinzigerinnen und Sinziger bedeutsamen Baumes heute leider nicht mehr gewährleistet. Foto: Reiner Friedsam
Die rund um die Rotbuche sichtbaren Pilzfruchtkörper sind Ausdruck einer fortgeschrittenen Schädigung des Wurzelbereichs. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Stand- und Verkehrssicherheit des ebenfalls ortsbildprägenden Baumes nicht mehr gewährleistet werden kann. Foto: Reiner Friedsam
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Die markante Hängebuche im Lunapark prägte über Jahrzehnte hinweg das Sinziger Stadtbild. Viele Bürgerinnen und Bürger verbinden mit ihr Kindheitserinnerungen, besondere Begegnungen und unvergessliche Momente in ihrer Heimat. Foto: Reiner Friedsam