Aktion „Aktiv vor Ort“
„Renovierung mal drei“
Rüstige Rentner machen drei Wanderhütten rund um Sinzig wieder begehbar
Sinzig. Erst eine, dann zwei und schließlich drei. So kann das Engagement von Franz Josef „Uwa“ Degen, Ernst Hempel, Werner Schäfer, Friedrich Pörzgen und Willi Förster auf den Punkt gebracht werden. Denn die fünf rüstigen Rentner haben in den letzten Wochen durch die Aktion „Aktiv vor Ort“ vom RWE gleich drei Wanderhütten rund um Sinzig einer Grundsanierung unterzogen. „Als Rentner haben wir die entsprechende Zeit, um solche Arbeiten durchzuführen.
Das Material wird vom RWE finanziert, sodass im Grunde alle Kosten abgedeckt sind“, erklärt Franz Josef Degen, der bereits im vergangenen Jahr unter anderem die Wanderhütte auf dem Sinziger Ziemert mit einigen Helfern saniert hat. Den Kontakt zum RWE und somit auch zum Geldgeber hat übrigens Willi Förster hergestellt. Als langjähriger Elektriker beim RWE ist er der „Kontaktmann“ für die Aktion „Aktiv vor Ort“. Aber auch der Sinziger Bauhof unterstützt die fünf Ehrenamtler, wenn Hilfe benötigt wird.
Die Wanderhütte an der Ahr, unmittelbar neben dem gesperrten Quellensteg, war das erste Objekt des laufenden Jahres nach der Winterpause. Ebenso wie an der baugleichen Hütte an der Burggrafenstraße, die wenige Tage später in Angriff genommen wurde, galt es zunächst einmal die schadhafte und marode Dachhaut zu entfernen.
Sodann konnte Ernst Hempel zu Pinsel und Farbe greifen, um der Holzkonstruktion eine neue Schutzlasur zu verpassen. Gleich im Anschluss war es an den Männern um Dachdeckermeister Franz Josef Degen, die Bretter auf Länge zu sägen, auf die zuvor ausgebesserten Dachbalken zu nageln und schließlich die neue Teerpappe zu verkleben. Für die Arbeiten an der Schmickler-Hütte in Löhndorf, in der Nähe des Hundeplatzes, musste sogar die Freiwillige Feuerwehr ausrücken, um zunächst einmal das Hütteninnere mittels Schlauch und Wasser von Staub und Spinnenweben zu befreien. Erst dann konnten die umfangreichen Arbeiten starten, damit die Hütte wieder in neuem Glanz erstrahlt. „Vieles der Arbeiten wäre nicht zwingend nötig, wenn es weniger Vandalismus geben würde“, waren sich die fünf Arbeiter schon bald einig. Bleibt daher zu hoffen, dass die drei Hütten noch lange in Ehren gehalten werden, damit sie ihren eigentlichen Zweck erfüllen können: Wanderern und Sportlern die Möglichkeit zur Rast und Unterstand zu gewährleisten.
Dann wird die Hütte an der Burggrafenstraße renoviert.
