Martinszügen im Sinziger Stadtgebiet
Sankt Martin war hoch zu Ross unterwegs
Sinzig. Hoch zu Ross war Sankt Martin bereits in der vergangenen Woche überall im Sinziger Stadtgebiet unterwegs. In der Kernstadt und den Kindergärten, die mittlerweile ihre eigenen Martinszüge auf die Beine stellen.
Sankt Martin wurde überall in der Stadt von den Pänz und ihren Laternen und Fackeln begleitet. Und kein Stadtteil, in dem nicht anschließend das Martinsfeuer abgebrannt, Lieder gesungen und die süßen Weckmänner verteilt wurden.
Bereits in den Tagen zuvor waren überall die Kinder ausgeschwärmt, um die Martinslose zu verkaufen. Und Insider wissen natürlich längst, wo die Siegerlisten mit den Martinsgänsen und Hähnchen hängen, die für so manchen Festschmaus sorgten. Ansonsten war nach den Martinszügen im Rheinland aber eine andere kräftige Tradition zum „Auftauen und satt essen“ angesagt. Döppcheskoche, Döppeklotz oder wie das Kartoffelgericht im großen Bräter in seiner fast unendlichen Rezeptvielfalt auch immer genannt wird. Gar nicht mehr ganz so einfach ist es für die Veranstalter übrigens einen Sankt Martin auf ein staatliches Pferd zu bekommen oder ausreichend Begleitmusik zu organisieren. Dies gelingt aber noch bei fast jedem Martinszug.
Der Klassiker in Sachen Martinszügen schlechthin war erst am Donnerstag, 12. November, unterwegs. Die Rede ist natürlich vom „großen“ Martinszug der Regenbogenschule mit dem großen prasselnden Martinsfeuer auf der Jahnwiese. Seit Generationen wird das Feuer dort abgebrannt, und fast jeder Sinziger hat Kindheitserinnerungen an diesen Tag.
Am klassischen Termin, Dienstag, 10. November, ging der Martinszug in Westum. Das Martinskomitee mit Daniel Kohzer an der Spitzen kann sich beim Aufbauen des Feuers stets auf die Mithilfe von Junggesellen und Feuerwehr verlassen. Die Aktivitäten rund um den heiligen Martin sind im Stadtgebiet dabei vielfältig.
Auf eins haben die Martinskomitees und Feuerwehren dabei ein besonderes Auge. In den Feuern wird kein belastetes Brennmaterial aufgeschichtet.
Mit ihren fantasievollen Fackeln folgten die Kinder der Regenbogenschule dem heiligen Mann.
Höhepunkt des Martinsumzugs in der Kernstadt war wieder das lodernde Feuer auf der Jahrwiese. Fotos: RÜ
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