Allgemeine Berichte | 19.02.2015, 08:10 Uhr

Triumphzug für Prinz Johannes I. und Sentiaca Heike I. (Ehepaar Adams)

Schaulaufen der Narrenschiffe

Die schönsten Fotos in unser Bildergalerie

In Ermangelung eines eingenen Zuges machte Koisdorf „knatchjeck“ in Sinzig mit.
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Sinzig. Kamelle und Schokolädchen reichlich, große Narrenschiffe, jecke Ideen und begeisterte Besucher, das war der große Veilchendienstagszug in der Sinziger Innenstadt und hier fand der Straßenkarneval seinen krönenden Abschluss. Für die Sinziger Tollitäten Prinz Johannes I. und Sentiaca Heike I. (Ehepaar Adams) ging bei ihrer Triumphfahrt ein großer Lebenstraum in Erfüllung. Für das Prinzenpaar, das mit seinem jecken Hofstaat mit viel Ausstrahlung eine bemerkenswerte und stimmungsvolle Session hingelegt hatte, war es einfach nur ein tolles Erlebnis. Und der Zuch in Sinzig lockte noch einmal Tausende, meist kostümierte Jecken. Mit Schätzungen hält man sich zwar von offizieller Seite zurück, aber: „Wir sind pünktlich“, Zugleiter Michael Kappl hielt dieses Versprechen. Ansonsten gab es bei den Närrischen Buben, die einen großen närrischen Lindwurm mit insgesamt 45 Zugnummern und weit über 1.000 Teilnehmern auf die Reise schickten, zufriedene Gesichter, obwohl der Zuch in den vergangenen Jahren leicht geschrumpft ist.

Für Sicherheit war gesorgt

Die großen Prunkwagen - längst eines der Kennzeichen des Umzuges in Sinzig – von denen es heftig Süßigkeiten regnete, erforderten viele Sicherungskräfte. Über 100 Helfer von THW, Feuerwehr und DRK und zudem viele Freiwillige waren beim Zuch aktiv. Neben den großen Narrenschiffen gibt es beim Sinziger Zuch viel Musik von der Kapelle. Die Löhndorfer Spielleute waren ebenso dabei, wie der Musikzug Leutesdorf, Batida de Samba und die Rheinklänge aus Remagen. Sonderapplaus gab es für das Musikkorps der Stadtsoldaten aus Remagen. Dank der Sinziger Jecken für die musikalisch grandios gestaltete Narrenmesse in Sankt Peter. Traditionell direkt vor dem Prinzenwagen spielte der Sinziger Freiweg auf.

Heinz Degen mit Zugnummer 31

Riesigen Beifall und Anerkennung gab es aber für einen Einzeljeck mit noch jeckeren Ideen. Heinz Degen als "Urgestein des Sinzig Karnevals" zu bezeichnen, ist fast schon etwas tiefgestapelt. Als Zugnummer 31 feierte Degen seine 65. Teilnahme bei Sinziger Veilchendienstagszug. Und der Mann hat jüngst seinen 80. Geburtstag gefeiert. Dieses Mal kam er als sein eigenes Dreigestirn. Friederike Gross-Koschinski war als Jeckin im „Tüten-Tütü“ unterwegs. Auch eine schöne Einzel-Idee.

Gemüse aus dem Murreland

Natürlich waren auch die Westumer Jecken um ihren Chef Rudi Fuchs im Sinziger Zuch vertreten. Und die gaben sich mit allen Abteilungen und Gruppen nach den über die Bühnen gebrachten Zeltveranstaltungen und dem eigenen Zuch locker und entspannt, samt Verteilung des entsprechenden Gemüses aus dem Murreland. Eine eigene Abteilung im Zuch bilden mittlerweile die Rievkooche aus Bad Bodendorf mit gleich zwei Wagen und den Ahrtalmeisterinnen Blue Velvet als Fußgruppe. Auf dem Elferratswagen der Buben wurden Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und Dechant Achim Thieser beim Kamellenwettwerfen gesichtet. Fest verankert sind die Sinziger Vereine. Allen voran der TV 08, der seinen Kinderprinz Benjamin I. (Sauer) auf die Reise schickte. Bunt und jeck die Sportfreunde Koisdorf und die Strengelaner feierten schon ihre elfte Teilnahme am närrischen Straßengeschehen.

Schöner Einfall

Die Nachbarschaft „Knatsch-Jeck“ kam als Kaugummiautomaten. Die wirklich genialen und absolut farbenprächtigen Kostüme trugen die Sinziger Möhne. Ihre „Struwwel-Petras“ waren einfach der Hingucker. Junge Jecken waren natürlich mitten im närrischen Zuggeschehen. Mit eigener Abteilung sozusagen. Groß das Aufgebot des Sinziger HoT und des Lebenshilfehauses. Und die machten ironisch-satirisch ein wenig Bundespolitik, „SifüKadA“ war ihre Initiative. Diese steht für „Sinzig für die Karnevalisierung des Abendlandes“. „Mehr Karneval deutschlandweit“, so ließen sich die knallharten Forderungen zusammenfassen. Die Abituria des Rhein-Gymnasiums ist mittlerweile auch fester Bestandteil im Zuch. Nach dem Zuch wurde in Sinzig Straßen und Kneipen feste weitergefeiert. BL

In Ermangelung eines eingenen Zuges machte Koisdorf „knatchjeck“ in Sinzig mit.
Laute leckere Süßigkeiten wurde an die vielen Besucher am Straßenrand verteilt.RÜ

Laute leckere Süßigkeiten wurde an die vielen Besucher am Straßenrand verteilt.Fotos: RÜ

Aus dem Nachbarort waren die Kripper Junggesellen dabei.

Aus dem Nachbarort waren die Kripper Junggesellen dabei.

Veilchendienstagszug Sinzig 2015

Foto: Fotos: Rü

In Ermangelung eines eingenen Zuges machte Koisdorf „knatchjeck“ in Sinzig mit.

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