Singen, feiern und das Jahr Revue passieren lassen
Sinziger Denkmalförderer begingen ihre Adventsfeier im Schloss in geselliger froher Runde
Sinzig. Vereine wollen Ideen voranbringen. Aber im Kern hält sie die Begegnung zusammen. So steht im Dezember beim Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums Sinzig traditionell ein kleiner feiner Termin an. Der Einladung zur Adventsfeier ins Schloss seitens des Vereinsvorsitzenden Karl-Friedrich Amendt und der Vizevorsitzenden Agnes Menacher, Leiterin des Museums, waren wieder viele Mitglieder und Freunde gefolgt.
Ihnen hielt eine Fotopräsentation vor Augen, wie ereignisreich und lebendig das Vereinsjahr 2013 verlaufen ist. Begonnen hatte es mit der Mitgliederversammlung, die Karl-Friedrich Amendt zum Vorsitzenden wählte in Ablösung von Dr. Günther Schell, der fünf Jahre lang die Vereinsgeschicke geleitet und das Amt zur Verfügung gestellt hatte. Gemeinsam übernahmen beide die Spendenübergabe an Löhndorfs Ortsvorsteher Münch für das sanierungsbedürftige Kirchendach. Kultur-Ausflüge führten zur begeistert aufgenommenen Ausstellung „Schuh-Tick“ ins Landesmuseum Bonn und ins Lantershofener Priesterseminar St. Lambert, das Subregens Manuel Schögl kenntnisreich erläuterte. In Niederzissen besichtigten Mitglieder und Gäste den jüdischen Friedhof, die ehemalige Synagoge und Henks Mühle, und zwar auf Gegeneinladung des befreundeten Kultur- und Heimatvereins Niederzissen, der das aufschlussreiche Programm hervorragend organisiert hatte.
Die „Turmgespräche“ interessierten mit Luftbildarchäologie, Weinbau, Zahlensymbolik und den Rivalitäten zwischen den Einwohnern Bad Neuenahrs und Ahrweilers. Das Jubiläumsthema „60 Jahre Heimatmuseum Sinzig“ beleuchtete passenderweise Agnes Menacher, die das Haus seit mehr als 25 Jahren leitet.
Der Internationale Museumstag hieß zur Ausstellung mit Zeichnungen Franz Steinborns und zum „Schloss-Café“ willkommen. Zudem übergab der Verein den Offenen Bücherschrank in der Telefonzelle am Brunnenplatz, wo er zu einem späteren Zeitpunkt mit Ortsvorsteherin Silvia Mühl und dem Haus der offenen Tür eine unterhaltsame Lesung darbot.
Doch die Denkmalförderer und ihre Gäste blickten im Kultursaal des Schlosses nicht nur auf das Erlebte und Erreichte zurück, sondern nutzten das Beisammensein ganz im Sinne der Geselligkeit. Ellen Collombon überraschte die muntere Runde, indem sie, originell dekoriert, als lebender Tannenbaum den Raum betrat, um vom Schicksal gefällter, geschmückter und zuletzt heiß entsorgter Tannen zu erzählen. Bei süßen Leckereien, Wein und selbst zubereiteten herzhaften Genüssen stand das Gespräch im Mittelpunkt.
Zum musikalischen Ausklang aber folgten die Museums- und Denkmalfreunde Rudolf Menacher am Flügel und sangen gemeinsam Adventslieder.
Ellen Collombon überraschte als „lebender Weihnachtsbaum“.
