Allgemeine Berichte | 12.08.2026

Neuer König in Sinzig

Sinzigs Sankt Josef-Gesellschaft krönt neuen König Frank Werner

„Josefinchen“ Iris Krahforst, König Frank Werner und Königin Astrid Pfennig (v.l.n.r.) im Kreise der Offiziere.

Sinzig.

Der neue König der Sinziger Sankt Josef-Gesellschaft ist Pastor Frank Werner. Beim Königsschießen der Jusseps Jonge holte er am Sonntag um 19:19 Uhr die Reste des Königsvogels von der Stange. 77 Schuss hatten die Jusseps-Jonge für die Ermittlung ihrer neuen Majestät gebraucht.

Begonnen hatte der Tag für die Mitglieder des ältesten Sinziger Vereins bereits um 13 Uhr. Im Festzug musikalisch begleitet vom Spielmannszug „Freiweg“ und abgesichert durch die Sinziger Feuerwehr wurde der scheidende König Jochen Moll und Königin Elfriede Böhm am Gerätehaus der Feuerwehr abgeholt.

Im Festzug, der weiter durch die Stadt führte, konnte Jochen Moll noch einmal die letzten Stunden als König genießen. Nach einem Totengedenken am Friedhof erreichte der Festzug den Schützenplatz der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, den die Jusseps Jonge schon seit Jahren als Austragungsort für ihr Königsschießen nutzen dürfen.

Am frühen Abend verabschiedete Vorsitzender Helmut Werner den alten König Jochen Moll und Königin Elfriede und krönte den neuen König Frank Werner mit Königin Astrid Pfennig. Die Vorstellung des neuen Königspaares erfolgt am Samstag, 15. August beim Festzug der Vereine mit Fassanstich sowie dem anschließenden Königs- und Kirmeseröffnungsball im Vereinsheim der Sankt Josef-Gesellschaft.

Bereits etwas früher setzte sich Iris Krahforst beim Damenpreisschießen und ist das neue „Josefinchen“ der Jusseps Jonge.

Das Königsschießen der Jussepsjonge ist der Auftakt zur Sinziger Kirmes. Die Kirmes selbst wird vermutlich seit 1241 gefeiert, als Sinzigs Wahrzeichen Sankt Peter am 15. August (Maria Himmelfahrt) geweiht wurde. Und diese Kirchweih begründete die Kirmestraditionen beim ältesten Volksfest der Region. Die Jusseps Jonge wurden im Jahr 1300 als kirchliche Schutzorganisation gegründet. Dies fällt mit dem Beginn des Baus der Stadtmauer zusammen. Seit Jahrzehnten finden die Jusseps-Jonge für ihr Königsschießen „Unterschlupf“ bei einem fast gleich alten Verein. Nämlich bei den Sebastianus-Schützen von 1301, die dieses Jahr ihr 725-jähriges Bestehen feiern könnten

Die Sebastianer waren sozusagen das weltliche Pendant der Jusseps-Jonge und vor allem für den Schutz der Stadt und ihrer Mauer zuständig. Das Königsschießen der Sankt- Josef-Gesellschaft ist also immer mit der Sinziger Stadtgeschichte verbunden.

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„Josefinchen“ Iris Krahforst, König Frank Werner und Königin Astrid Pfennig (v.l.n.r.) im Kreise der Offiziere. Foto: Agostino Silva

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