Firma M. & J. Schmickler aus Sinzig stellte Präventionsprojekt bei Fachtagung vor
"Turne bis zur Urne "
Prominente Gastredner unterstützen das Projekt
Sinzig. Wie stärkt das Unternehmen M. & J. Schmickler seinen Beschäftigten den Rücken? Wie setzt sich der Sinziger Familienbetrieb für die Gesundheit seiner Mitarbeiter ein und sorgt dafür, dass sie sich selbst aktiv fit halten? Antworten auf diese Fragen lieferten M. & J.-Geschäftsführer Norbert Schmickler und der Betriebsarzt der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), Matthias Bradatsch aus Andernach, mehr als 600 Zuhörern bei „protecT“-Fachveranstaltungen der BG RCI in Bad Wildungen und Dresden. Dort wurde das Rücken-Präventionsprojekt des Sinziger Traditionsunternehmens als Vorbild für andere Unternehmer vorgestellt. Seite an Seite mit Professor Dr. Dietrich Grönemeyer, Professor Dr. Bernhard Zimolong von der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Helmut Nold, Leiter des BG RCI Kompetenzcenters Gesundheitsschutz und Moderator Alexander Niemetz diskutierten Bradatsch und Schmickler auf der Bühne über mögliche Wege, Beschäftigte für die eigene Gesundheit zu sensibilisieren und zu aktivieren. „Dabei kommt Ihnen als Unternehmensleiter und Führungskräften die zentrale Schlüsselposition zu“, richtete sich Schmickler an die interessierten Zuhörer, die aus allen Teilen Deutschlands gekommen waren. „Ergreifen Sie Initiativen, um Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, etwas für die eigene Gesundheit zu tun“, appellierte er.
Lobenswerte Eigeninitiative
Auf Eigeninitiative beruht auch das von Norbert Schmickler und Betriebsarzt Matthias Bradatsch entwickelte Konzept, das bei der BG für Aufmerksamkeit sorgte. Zwischenzeitlich wird es mit dem Actiwita-Fitnesscenter Body & Mind in Remagen umgesetzt. Unter fachlicher Anleitung betreiben die Beschäftigten des Sinziger Baustofffachbetriebes jetzt sportliche Gesundheitsvorsorge für ihren Rücken, individuell maßgeschneidert. „Wichtig ist, dass dabei auch die Bedingungen am Arbeitsplatz mit einfließen und gezielte Maßnahmen entwickelt werden, um die Rückengesundheit zu stabilisieren“, hob der Arbeitsmediziner Bradatsch hervor. „Neben der körperlichen Fitness fördern die gemeinsamen sportlichen Aktivitäten der Kollegen auch das soziale Miteinander im Betrieb“, ergänzte Norbert Schmickler. Die Kosten, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, werden über ein Prämiensystem der BG RCI für besondere Aktivitäten von Betrieben im Gesundheitsschutz bezuschusst.
„Dieses Projekt ist ein wunderbares Beispiel, wie Sie als Führungskraft etwas machen können. Und: Bleiben Sie dran“, zeigte sich Prof. Dr. Zimolong angetan. Die Beteiligten waren sich einig: Beschäftigte, die als „Multiplikatoren“ das Thema in Betrieben weiter vermitteln, sind der Schlüssel zur Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. „Sie sollten die Ansprechpartner für die Beschäftigten sein.
Nutzen Sie externe Hilfe durch Ihren Betriebsarzt oder eine Präventionsfachkraft der BG. Wichtig ist, dass Ihre Beschäftigten auf Augenhöhe sprechen können“, riet Bradatsch den Unternehmerinnen und Unternehmern.
Motivierte Führungsklräfte und Mitarbeiter
Eingangs hatte Professor Dr. Dietrich Grönemeyer unter anderem die Bedeutung von motivierten Führungskräften und Beschäftigten hervorgehoben. „Wir brauchen keine neuen Auflagen und Gesetzte, um Rückengesundheit zu fördern. Jeder ist für sich selbst verantwortlich“, betonte der prominente Gastredner. „Turne bis zur Urne“, lautete sein Motto. „In Zeiten des demografischen Wandels gewinnen betriebliche Gesundheitsaktivitäten und Prävention immer mehr an Bedeutung“, ergänzte Norbert Schmickler. Das zeigte auch das positive Echo auf die Veranstaltungen in Dresden und Bad Wildungen. „Die Nachfrage und auch die Resonanz waren enorm. Wir werden diese Veranstaltung im Herbst wiederholen“, erklärte Dr. Nold von der BG RCI, unter dessen Federführung die Veranstaltung organisiert worden war.
