Karfreitagsausflug des Wassersportvereins Sinzig
Unterwegs im Vulkanpark
Sinzig. Ein beliebter Punkt im Veranstaltungsprogramm des Wassersportverein Sinzig (WSV) ist die nun schon zum neunten Mal angebotene Karfreitagswanderung, die in diesem Jahr auf Vorschlag von Rita und Hans Kupke in den Vulkanpark führte.
So trafen sich am Karfreitag 25 junge, mittelalte und ältere Mitglieder des WSV am Vulkan-Brauhaus in Mendig, dem letzten von zeitweise 28 Brauhäusern in der Stadt. Grund waren die temperaturstabilen unterirdischen Steinbruch-Stollen, die im 19. Jahrhundert als Gär- und Lagerkeller benutzt wurden. Bei sonnigem, etwas windigem Wetter spazierten die Wassersportler über die Laacher Mühle bis zum Naturfreundehaus. Dort wurde eine Pause eingelegt, damit der „Osterhase“ - der erste Vorsitzende Jürgen Christ - nicht zu lange die 40 Ostereier im Rucksack mitschleppen musste.
Frisch gestärkt ging es dann am alten Wegkreuz über dem Kornbüsch vorbei zum Erntekreuz, über das „Scharfe Knüppchen“ in einer großen Runde hinunter zum Uferrundweg und zum Fulbertstollen. Dieser Stollen, nach Abt Fulbert benannt, wurde im hohen Mittelalter zum Absenken des abflusslosen Sees in römischer Stollenbauweise errichtet, um Wirtschaftsland zu gewinnen und das Kloster vor Hochwasser zu schützen. Dieses einzigartige Bauwerk nördlich der Alpen führte unter den Hügeln hindurch in Richtung Mendig bis in einen Teich, der das Wasser für die Laacher Mühle sicherte.
Anschließend wanderte die Schar wieder hinauf, am Knüppchen vorbei und - natürlich - wieder hinunter zur Wingertsbergwand, dem letzten Punkt auf Rita Kupkes Plan. An dieser 50 Meter hohen Bimsstein-Steilwand sind die verschiedenen Schichten aus den Ausbrüchen der Wingertsberg- und Eppelsberg-Vulkane vor über 200.000 Jahren und des Laacher-See-Vulkans vor rund 13.000 Jahren deutlich zu sehen.
Zurück am Vulkan-Brauhaus fand ein schöner Wandertag beim gemeinsamen Essen seinen Ausklang. Mit einem dreifachen „Sinzig ahoi“ dankten die Wassersportler ihren Wanderführern Rita und Hans Kupke für die Organisation und die vielen Erkundungstouren vorher.
