Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Saison 2017/18
Abwechslungsreiche Partie
Rot-Weiß Koblenz besiegt den Aufsteiger aus Eppelborn knapp mit 3:2 (1:0)
Koblenz. Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die rund 150 Zuschauer am Koblenzer Oberwerth.
Am Schluss feierten die Gastgeber einen glücklichen, aber nicht unverdienten 3:2-Erfolg. Glücklich allemal, wenn man den Zeitpunkt des Treffers als Maßstab nimmt. Dieser fiel in der Schlussminute, in der Christian Meinert seine Teamkollegen mit seinem Treffer doch noch für ihren Einsatz belohnte. Dabei schien das Team, nach 53 Minuten die drei Punkte bereits im Sack zu haben.
Zu diesem Zeitpunkt hatten Derrick Miles (24.) und Armin Jusufi jeweils einmal getroffen, gegen einen Gegner, der zwar sehr spielfreudig agierte, aber insgesamt nur selten richtig gefährlich vor dem Tor von Luca Beck auftauchte. Bis dahin hatte Beck, der den gesperrten Tobias Oost vertrat, zweimal glänzend reagiert und seiner Mannschaft die Null gerettet. Aber spätestens nach dem Führungstreffer hatte sich die Partie gedreht. Koblenz, nun druckvoller, versäumte es, selbst den Vorsprung auszubauen doch Alexis Weidenbach (39.) und Jusufi vergaben innerhalb von sechzig Sekunden gute Gelegenheit für eine beruhigende Halbzeiterfrischung. Und dies hätte sich nach der Pause sogar beinah gerächt. Unmittelbar vor dem zweiten Koblenzer Treffer war es Kevin Saks, der bei einem Vorstoß der Saarländer nur den Pfosten traf. Beim dritten Versuch machte es Saks dann allerdings besser. Nur zwei Minuten nach dem 2:0 gelang es dem FVE-Angreifer, seine Mannschaft wieder ins Spiel zu bringen. Fortan lieferten sich beide Teams eine Partie mit offenem Visier.
Beide Seiten hatten Möglichkeiten. Die beste der Gast aus dem Saarland als Jan Stutz eine Viertelstunde vor Spielende einen Foulelfmeter an die Latte setzte. Doch auch von diesem Missgeschick ließen sich die Eppelborner nicht entmutigen. Und sollten dafür belohnt werden, denn vier Minuten vor Spielende sorgte Schwenk dann doch noch für den Ausgleich.
Doch dann kam die neunzigste Minute, in der Meinert noch einmal eine Lücke in der Abwehr der Gäste entdeckte und den Ball punktgenau mit einem tollen Schlenzer in den Winkel platzierte. „Das ist bitter, heute hier so zu verlieren“, gab es Jan Berger enttäuscht. Der Trainer des FV Eppelborn weiter: „Ich habe uns nicht unbedingt als schlechteres Team gesehen. Koblenz war vielleicht einen Tacken cleverer und hat dies zu seinem Vorteil genutzt“.
RW Koblenz: Beck, Masala, Fritsch, Kraemer, Meinert, Weidenbach, Altin (83. Sauerborn), Jusufi (89. Yavuz), Hannappel (79. Hillen), Miles, Engel. TH
