Equipe EuroDeK startet zur großen Sachsenrundfahrt - Städtepartnerschaft zwischen Montabaur und Sebnitz beleben
Auf den Spuren des „Aufbau Ost“
Montabaur. Sonniger Sommer, schnelle Reifen und viele interessante Begegnungen! Darauf hoffen die ambitionierten Rennradfahrer der Equipe EuroDeK vom 14. bis 22. Juni 2025 bei ihrer großen „SACHSEN-RUNDFAHRT – zu Tradition und Zukunft“. Die Teilnehmenden erwartet in jeder Hinsicht eine Herausforderung: sportlich, politisch und auch touristisch. Nach dem Start in der einzigartigen Europastadt Görlitz in der Oberlausitz ist nach 6 Etappen Sebnitz in der Sächsischen Schweiz als Partnerstadt von Montabaur das Ziel der Tour.
Ziel des „Aufbau Ost“ nach der Wende waren wirtschaftlich und gesellschaftlich stabile neue Bundesländer….einige Politiker sprachen sogar von „blühenden Landschaften“! Damit, wie die Situation 35 Jahre nach der Einheit ist, wollen sich die Radsportler am Beispiel des Freistaates Sachsen beschäftigen. An jedem der 9 Tourtage sind dazu Besichtigungen und Begegnungen geplant.
Die Rundfahrt soll aber auch ein Beitrag zur Wiederbelebung der doch etwas eingeschlafenen Städtepartnerschaft zwischen Montabaur und Sebnitz sein, weshalb Montabaurs Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher die Schirmherrschaft für die Expedition in den Osten übernommen hat und sie auch zu der Begegnung nach Sebnitz reisen wird. Auf Sebnitzer Seite wird das Vorhaben unterstützt von Oberbürgermeister Roland Kretzschmar, der sogar als aktiver Radsportler auf einer Etappe mit den Freunden aus Montabaur und von der Lahn mit im Sattel sitzen will. In Görlitz gibt Oberbürgermeister Octavian Ursu den Startschuss zu der Rundfahrt.
„Wir sind willkommen in einem Freistaat voller Möglichkeiten – und wollen diese auch alle erkunden!“ So der Vorsatz der 19 an der Tour beteiligten Equipe-Radsportfreunde als Team in der RSG Montabaur und dem RSV Oranien Nassau. Damit soll auch der Einsatz auf dem Rennrad für die gelebten Werte Europa, Demokratie und Klimaschutz (enthalten im Equipe-Namen EuroDeK) mit Nachdruck fortgesetzt werden! Die Grundlagen für die sportlichen Herausforderungen der ca. 900 km mit vielen Höhenmetern im Erzgebirge, wurden im winterlichen Hallentraining und regelmäßigen Trainingsfahrten im Frühjahr gelegt.
Mit den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen einer Rundfahrt durch Sachsen werden sich die Teilnehmenden vor Ort intensiver beschäftigen. Dabei soll auch Thema sein, wie mit der inzwischen wohl stärksten und mit dem Stempel „rechtsextrem“ versehenen Partei im Bundesland umgegangen wird. Darüber wollen die Equipler in Plauen im Vogtland mit der dortigen „Initiative für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage“ reden. Die Industriekultur steht bei einer Führung in der Energiefabrik Knappenrode bei Hoyerswerda auf dem Programm. Im brandenburgischen Lauchhammer werden die Radsportler beim dortigen Traditionsverein Braunkohle e.V. erwartet.
In Bitterfeld-Wolfen gibt der örtliche Naturschutzverband BUND Einblicke in die Renaturierung des ehemaligen Tagebaus Goitzsche. Um ein soziales Thema geht es in Weißenfels im benachbarten Sachsen-Anhalt. Dort sind die Radler Gast der „INTEGRA Weißenfelser Land gGmbH“ als Einrichtungsträger der Behinderten- und Jugendhilfe. Auch eine Begegnung mit dem örtliche Radsportverein White Rock e.V.“ ist geplant.
Touristische Herausforderungen sind auf allen Etappen eingeplant, besonders bei den beiden letzten durch das Erzgebirge mit Abstecher nach Tschechien. So beispielsweise bei Mittagspausenaufenthalten im Kurort Oberwiesenthal oder im Schloss Lauenstein. Überwiegend touristisch und ganz ohne Rennrad verläuft der Aufenthalt in der Partnerstadt Sebnitz: dort hat die Stadt für die Gäste eine Exkursion mit Linienbus, Bahn, Kahn und wandernd zu einigen Höhepunkten der Sächsischen Schweiz vorbereitet.
Am Vortag ist jedoch nach Ende der Schlussetappe und Ankunft zunächst ein Empfang im Rathaus von Sebnitz geplant, an dem auch Montabaurs Stadtchefin Melanie Leicher teilnimmt. Der touristische Tag zum Entspannen für die zuvor sportlich geforderten Radler beginnt mit einem Besuch in der Manufaktur „Deutsch Kunstblume Sebnitz“. Nach dem Abschlussessen am Abend geht es am nächsten Tag zurück in den Westerwald und an die Lahn – sicher um viele Erkenntnisse und Erfahrungen reicher!
Unterstützt wird die Sachsen-Rundfahrt von den beiden Partnerstädten Montabaur und Sebnitz sowie von den Unternehmen Holzbau Kappler mit Sitz im Gelbachtal und der Sparkasse Westerwald-Sieg. Leider konnte kein heimisches Unternehmen im Westerwald gefunden werden, dass in Sachsen tätig ist und die sportlich, politisch und touristisch herausfordernde Rundfahrt mittragen wollte.
Mehr Infos zur Equipe EuroDeK und zur Sachsen-Rundfahrt sowie einer aktiven Mitgliedschaft gerne unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.
