Bäckermädchen unterliegen Bochum knapp mit 0:1
Bittere Heimniederlage
Andernach. Die Frauen der SG 99 Andernach mussten am vergangenen Sonntag in der 2. Frauen-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen. Im ersten Heimspiel des Jahres auf Naturrasen unterlag das Team von Trainerin Isabelle Hawel dem VfL Bochum mit 0:1 (0:0). Trotz einer engagierten Leistung und deutlicher Chancen in der ersten Halbzeit blieben die Punkte letztlich bei den Gästen aus dem Ruhrgebiet.
Besonders in der ersten Hälfte agierten die Andernacherinnen druckvoll und erarbeiteten sich hochkarätige Möglichkeiten. Ein Lattenreffer von Marlene Ganßer sowie ein Schuss von Carolin Schraa hätten die Führung bedeuten müssen. „Ich bin mir sicher, wenn wir in der ersten Halbzeit in Führung gegangen wären, hätten die Bochumerinnen ihr System umstellen müssen und wären nicht mehr so defensiv aufgetreten“, bilanzierte Isabelle Hawel nach der Partie.
Nach dem Seitenwechsel und unter dem Eindruck der schweren Verletzungen der Vorwoche (Kreuzbandriss bei Leonie Wäschenbach, Knieverletzung bei Besarta Hisenaj) verlor das Andernacher Spiel jedoch an Präzision. In der 73. Minute nutzte der VfL Bochum einen Ballverlust im Mittelfeld eiskalt aus: Emily Joester vollendete zur Führung für die Gäste. In der Schlussphase fehlte den Bäckermädchen trotz zahlreicher Flanken von Isabell Pfeiffer die nötige Durchschlagskraft gegen die kompakt stehende Bochumer Defensive.
Trainerin Isabelle Hawel zeigte sich nach dem Schlusspfiff sichtlich bedient: „Diese Niederlage tut weh. Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen, was das Kämpferische angeht. Es ist einfach gerade eine riesige Enttäuschung da, dass wir nicht zumindest einen Punkt holen konnten. Bochum hat nicht viel mehr für das Spiel gemacht und bei dem Gegentor finden wir einfach keinen Zugriff im Mittelfeld. Das tut einfach nur weh nach den Nackenschlägen, die wir zuletzt eingesteckt haben.“
Trotz der dritten Niederlage in Folge beträgt das Polster auf die Abstiegsränge weiterhin acht Punkte.
Die SG 99 rutscht damit auf Tabellenplatz sieben ab. Ziel ist es nun, den Negativtrend bereits am kommenden Sonntag (11 Uhr) im Auswärtsspiel bei der Reserve des FC Bayern München zu stoppen. „Wir werden alles dafür geben, dass der Knoten für uns in München endlich platzt“, versprach Hawel kämpferisch.
