Fußball-Rheinlandliga, 13. Spieltag
Cornel Hirt: Das müssen wir so akzeptieren
FSV Trier-Tarforst - SG Eintracht Mendig/Bell 0:0
Tarforst. Die Serie der SG Eintracht Mendig/Bell hält an: Durch das 0:0 am 13. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga beim Tabellenfünften FSV Trier-Tarforst blieb die Mannschaft von Trainer Cornel Hirt auch im vierten Spiel hintereinander ungeschlagen. Allerdings mussten die Gäste nach zuletzt drei Siegen in Folge diesmal mit einem Zähler zufrieden sein, obwohl sie gerade im zweiten Abschnitt klar besser waren.
„Wir wollten gewinnen, aber es sollte nicht sein“, zeigte sich Hirt nach dem torlosen Unentschieden vor 200 Zuschauern auf dem Rasenplatz im Trierer Stadtteil Tarforst ein wenig enttäuscht, was vielleicht auch als Zeichen gehobener Ansprüche an der Brauerstraße gewertet werden darf. „Ich mache nicht alles vom Ergebnis abhängig. Mir ist es wichtig, dass sich meine Spieler entwickeln. Wir sind fast 90 Minuten angelaufen und haben es gegen einen tief stehenden Gegner fußballerisch gut gelöst, aber der Ball wollte nicht über die Linie. Das müssen wir so akzeptieren.“
Die Gastgeber konzentrierten sich von Beginn an aufs Umschaltspiel und wären dafür nach sechs Minuten beinahe belohnt worden: Nicola Rigoni lief allein auf das Tor zu, doch SG-Schlussmann Jan Heinemann behielt in dieser Eins-gegen-eins-Situation die Oberhand. Die SG hatte in den ersten 45 Minuten drei Mal die Möglichkeit, in Führung zu gehen: Nach einer Ecke von Niklas Heinemann ging ein Kopfball von Kodai Stalph knapp am Tor vorbei (24.), fünf Minuten später traf Joachim Akwapay aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Praktisch mit dem Pausenpfiff reagierte FSV-Torhüter Sebastian Dahm bei einem Kopfball von SG-Kapitän Florian Schlich großartig.
Im zweiten Abschnitt setzte sich die Mendiger Überlegenheit fort. Die Chancen häuften sich, nun kam allerdings auch noch Pech hinzu. Ein Fernschuss von John Rausch flog nur Zentimeter über den Kasten (53.). Stalph per Kopf (55.) und Milan Rawert mit dem Fuß (77.) scheiterten am Aluminium. Als ein Schuss von Rausch acht Minuten vor Schluss im letzten Moment abgeblockt wurde, war klar, dass es mit einem dreifachen Punktgewinn an diesem Nachmittag nichts mehr werden würde. „Was mich gefreut hat, ist die Tatsache, dass wir in der zweiten Hälfte praktisch nichts mehr zugelassen haben“, zog Hirt ein positives Fazit. „Gerade gegen einen Spieler wie Lukas Herkenroth, der immer wieder lauert und in einer Partie oft nur eine einzige Möglichkeit braucht, um ein Tor zu erzielen, ist das keine Selbstverständlichkeit.“
In den nächsten zwei Begegnungen bekommt es die SG Eintracht Mendig/Bell mit dem FSV Salmrohr zu tun. Am Samstag, 20. Oktober, müssen die Hirt-Schützlinge um 15.30 Uhr beim Ex-Zweitligisten antreten. Am Dienstag, 23. Oktober, stellt sich der Oberliga-Absteiger im Achtelfinale um den Rheinlandpokal um 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Mendiger Brauerstraße vor. Der Sieger dieser Begegnung könnte im Viertelfinale Rot-Weiß Koblenz erwarten, wenn sich der Titelverteidiger einen Tag später (erwartungsgemäß) bei der DJK Pluwig-Gusterath (Kreisliga A Trier-Saarburg) durchsetzen sollte.
Statistik
FSV Trier-Tarforst: Sebastian Dahm, Yannick Lackas, Marcel Dammer, Philipp Hahn, Nicola Rigoni (75. Holger Lemke), Yannick Lauer (88. Pajtim Gashi), Julian Schneider, Bernhard Heitkötter, Lukas Herkenroth, Frank Chalve, Martin Gorges.
SG Eintracht Mendig/Bell: Jan Heinemann, Milan Rawert, Kodai Stalph, Florian Schlich, Björn Gilles, Matthias Strahl, Philipp Geisen, Manuel Oster, John Rausch (90. + 1 Malte Wedemeyer), Niklas Heinemann, Joachim Akwapay.
Schiedsrichter: Mario Schmidt (Gerolstein).
Zuschauer: 200.
Nächste Aufgabe für den FSV Trier-Tarforst: am Sonntag, 21. Oktober, um 14.45 Uhr beim TuS Oberwinter.
Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Samstag, 20. Oktober, um 15.30 Uhr beim FSV Salmrohr.
Auch John Rausch (rechts) hatte die Führung zwei Mal auf dem Fuß, doch er brachte den Ball nicht über die Linie.Fotos: SK
Mittelfeldakteur Manuel Oster spielt eine überragende Saison und stand in allen 13 Partien von Anfang bis Ende auf dem Platz.
