Fußball-Rheinlandliga, 18. Spieltag
„Dafür können wir uns am Ende nichts kaufen“
Auw. Aufsteiger SV Eintracht Mendig muss den Blick wieder nach unten richten: Zum Auftakt der Rückrunde unterlag die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj im Rahmen des 18. Spieltags der Fußball-Rheinlandliga bei der SG Schneifel mit sage und schreibe 1:6 (1:2). In der Hinrunde hatte die Eintracht an der heimischen Brauerstraße noch mit 3:1 (1:1) die Oberhand behalten. Diesmal gab es auf dem Rasenplatz in Auw bei schwierigen Verhältnissen mit Dauerregen und starkem Wind von der Seite für die Gäste nichts zu holen.
„Wir haben diese Bedingungen angenommen. Es hört sich blöd an, aber wir waren fast 50 Minuten lang das bessere Team und haben hervorragend Fußball gespielt. Dafür können wir uns am Ende nichts kaufen. Im Endeffekt war es deshalb eine herbe und bittere Niederlage“, blickte Mrkalj auf die 90 Minuten in der tiefen Eifel zurück.
SG-Torjäger Jan Pidde nutzte einen Fehler des Mendiger Innenverteidigers Alexej Eberhardt zum frühen 1:0 (8.). „Diesen Ball haben wir uns selbst ins Netz gelegt“, ärgerte sich Eintracht-Übungsleiter Mrkalj. Nur 60 Sekunden später gelang Matthias Wengenroth nach einer schönen Kombination über Carsten Thelen und Brice Braquin mit einem Halbvolleyschuss der Ausgleich. Einen weiteren Fauxpas leistete sich Eberhardt in der zwölften Minute: Der Routinier ließ das Spielgerät über den Scheitel rutschen, Simon Reetz lief allein auf das Tor zu und besorgte die erneute Führung der Hausherren. Diesen beiden Treffern rannten die spielbestimmenden Gäste hinterher.
Mit dem 3:1 durch Khaen Fuchs (49., Foulelfmeter) war der Käse gegessen, Wengenroth hatte Pidde im Strafraum zu Fall gebracht. Fünf Minuten darauf jagte Pidde einen Freistoß mit gefühlten 110 Kilometern pro Stunde in den Mendiger Kasten. SV-Schlussmann Nico Fogolin hatte die Mauer falsch postiert und damit als Torwart auch seine Aktien drin. Danach kam der Aufsteiger bis auf wenige Halbchancen nicht mehr zurück. Mit seinem dritten Treffer an diesem verregneten Samstagabend erhöhte Pidde mit einem Traumtor auf 5:1 (82.). Der eingewechselte Nicolaas Swart sorgte schließlich in der ersten Minute der Nachspielzeit per Kopf für den deprimierenden 6:1-Endstand.
„Die Personaldecke wird dünner und dünner. Gegen Morbach werden uns neben Leonard Zerwas auch Niklas Heinemann, Dama Kanouté und Pascal Zimmer verletzungsbedingt fehlen. Momentan ist alles sehr, sehr schwierig“, so Mrkalj. Zudem wurde Robin Rohr, die etatmäßige Nummer eins, wegen einer Tätlichkeit im später wegen starken Schneefalls abgebrochenen Duell mit der FV Hunsrückhöhe Morbach für vier Partien gesperrt. Er wird somit in den äußerst wichtigen Spielen gegen Morbach, am Samstag gegen Wirges und nach der Winterpause beim FV Rübenach nicht dabei sein.
SG Schneifel: Dennis Koziol, Jan Pidde, Nicolas Görres, Khaen Fuchs, Davis Spruds, Simon Reetz (65. Udo Backes), Ben Kerner (59. Nicolaas Swart), Dans Darians Sprüds, Marlon Stolz (72. Jonas Lachmann), Michael Zeimmes (79. Lucas Maximilian Hoffmann), Philipp Bück (81. Markus Diehl).
SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Michael Koch (67. Adrian Medic), Pascal Zimmer, Alexej Eberhardt, Nikolas Groß, Dama Kanouté (67. Meris Ramic), Matthias Wengenroth (73. Kodai Stalph), Carsten Thelen, Niklas Heinemann (76. Teodor Slavov), Tim Montermann, Brice Braquin (79. Jonas Hemgesberg).
Schiedsrichterin: Isabella Krah (Friedewald).
Zuschauer: 120.
Torfolge: 1:0 Jan Pidde (8.), 1:1 Matthias Wengenroth (9.), 2:1 Simon Reetz (12.), 3:1 Khaen Fuchs (49., Foulelfmeter), 4:1, 5:1 Jan Pidde (54., 82.), 6:1 Nicolaas Swart (90. + 1).
Nächste Aufgaben für die SG Schneifel: am Mittwoch, 3. Dezember, um 20 Uhr gegen den SV Rot-Weiß Wittlich und am Samstag, 6. Dezember, um 15 Uhr beim TuS Immendorf.
Nächste Aufgaben für den SV Eintracht Mendig: am Mittwoch, 3. Dezember, um 20 Uhr gegen die FV Hunsrückhöhe Morbach und am Samstag, 6. Dezember, um 14.30 Uhr gegen die Spvgg Wirges. (SK)
